gergo d. farkas

rascal

brut nordwest
Tanz / Performance Uraufführung in englischer Sprache | Dauer: 45–65 Minuten
imagetanz 2026
{Somatic fantasy} {Organ-ing} {Contorted landscapes}

Mit dem Tanzsolo rascal lässt gergo d. farkas das Publikum einen Ort ständiger Erneuerung erleben; eine nebulöse, aber sinnliche Welt, in der Körper intensiver fühlen und tiefer lieben. In dieser somatisch kultivierten Fantasie erscheinen und verschwinden eine Reihe von Wesen, ohne jemals anzukommen: eine desorientierende Reise zwischen innen und außen, damals und jetzt, hier und anderswo. Eine Reise zwischen Körperwelt und Weltverkörperung.

, © András Szombathy

gergo d. farkas – rascal

, © András Szombathy

gergo d. farkas – rascal

, © András Szombathy

gergo d. farkas – rascal

, © András Szombathy

gergo d. farkas – rascal

, © András Szombathy

gergo d. farkas – rascal

Ein sinnlicher Tanz von der Passivität zur Leidenschaft, eine Reise in andere Sphären, eine Begegnung von Mensch und Nicht-Mensch: gergo d. farkas’ rascal driftet durch einen Ort ständiger Erneuerung; eine nebulöse, aber sinnliche Welt, in der Körper intensiver fühlen und tiefer lieben. In dieser als Tanzsolo getarnten somatisch kultivierten Fantasie erscheinen und verschwinden unzählige Wesen – ohne dabei jemals anzukommen. rascal ist die dritte Produktion, die Elemente des „Organ-ing“ verwendet, einer von gergo d. farkas entwickelten choreografischen Forschungs- und Bewegungspraxis. Fiktion verschmilzt mit bereits vorhandenen Erzählungen des Körpers, um eine Reihe von Fantasien hervorzubringen, die die Gefühlswelten des Körpers miteinander verweben. Durch „Organ-ing“ nährt gergo d. farkas seltsame Organe im Körper; Formationen mit vagen anatomischen Funktionen und starker poetischer Kraft. Begleitet von Márton Csernovszkys mikrotonal verzerrten Raumklangkompositionen leitet rascal das Publikum behutsam durch verschlungene Landschaften, die vom Künstler*innenduo Lőrinc Borsos und Lichtdesigner*in Leo Kuraite gestaltet werden.

 

gergo d. farkas (they/them) ist eine Ansammlung von Zellen mit einer Leidenschaft für Choreografie, Tanz, Romantik und Unfug. Verloren in Wien, Budapest, Stockholm oder irgendwo dazwischen, träumt gergo d. farkas davon, sinnlichen Räumen anzugehören, in denen nicht nur Menschen zum Tanzen eingeladen sind. gergo d. farkas’ choreografische Arbeiten wurden u. a. im Zürcher Theater Spektakel (CH), beim Spring Forward Festival (GR, IT), bei imagetanz / brut Wien, im TanzQuartier Wien, im Trafó House of Contemporary Arts (HU), beim under500 Festival (HU), in den Dansehallerne (DK), im MDT Moderna Dansteatern (SE), im Réplika Teatro (SE), beim Open House Festival (CY), beim MDT Legacy Festival (NL) und bei Dansmakers Amsterdam (NL) präsentiert. gergo d. farkas’ erstes Werk Deep Fake war Teil der Auswahl von Aerowaves Twenty22 und wurde für den ZKB-Anerkennungspreis (CH) nominiert, babes wurde für den Aerowaves Twenty25 ausgewählt und für den Rudolf-Lábán-Preis (HU) nominiert.

 

Team

Márton Csernovszky ist Musiker und Sounddesigner mit vielfältigem künstlerischen Background. Er studierte Jazzbass, klassische Gitarre und Komposition und war an verschiedenen Musikprojekten beteiligt; darunter die Free-Jazz-Band The Best Bad Trip und sein elektronisches Soloprojekt OOO. Mártons CsernovszkysSounddesign-Arbeiten umfassen zahlreiche Theaterproduktionen, darunter Stücke von Adél Juhász oder gergo d. farkas.

Lőrinc Borsos (they/them) ist ein Künstler*innen-Duo. Seit 2008 arbeiten Lilla Lőrinc (she/her) und János Borsos (he/him) unter dem Namen Lőrinc Borsos zusammen. Der Name steht für ein Wesen mit eigenem kreativem Bewusstsein. Es ist derzeit 17 Jahre alt. Geschlecht, sexuelle Orientierung und Intellekt sind gleichermaßen bipolar. Grundlage seiner*ihrer Existenz ist das Nebeneinander von Extremen, doch sein*ihr eigentliches Ziel ist die Überwindung dieser Dualität. Es wird durch Wandel belebt. Seine*ihre spirituelle Nahrung ist Paradoxie, das Aufeinandertreffen widersprüchlicher Ideologien. Es ist wie ein Fall zwischen zwei Stühlen, doch die Wahl des Platzes ist selbstbestimmt. Der*die Künstler*in strebt nach einem Blick auf das große Ganze: Anstatt sich für einen Teil zu entscheiden, fasziniert ihn*sie das Verhältnis der Teile zum Ganzen. Er*sie verachtet Hierarchie und die damit einhergehende soziale Spaltung und Ausgrenzung.

Sebastian Starlinger / Sebbe ist Redakteur, Social-Media-Manager und Produktionsleiter in Wien. Zu seinen bisher größten Projekten als Autor zählen der Webtalk FIVE SOULS im Auftrag des SWR sowie kleinere Projekte im queeren Unterhaltungsbereich für Netflix (z. B. Queer-Eye-Talk und The Wheel Deal). 2023 übernahm er das Social-Media-Management für die Künstler*innen Lau Lukkarila und Luca Bonamore bei ImPulsTanz, produzierte 2024 die Performance Latente von Martina De Dominicis und leitete erfolgreich eine Crowdfunding-Kampagne für die Postproduktion der Dokumentation AUSTROSCHWARZ von Mwita Mataro und Helmut Karner. Sebbes Fokus liegt auf queeren, feministischen und progressiven Projekten und Umfeldern, in denen er seine Sensibilität und Emotionalität einbringen kann.

Claire Lefèvre ist eine Choreografin, schlaflose Autorin und Reality-TV-Liebhaberin, die derzeit in Wien lebt. Sie versteht sich als Gastgeberin, die Mitwirkende und Publikum in kitschige Welten entführt, in denen Politik und Poetik sanft miteinander verwoben sind. Aktuell erforscht sie den Archetyp und die Arbeitsweise einer Performance-Doula – eine Rolle, die die Fürsorgearbeit im Kontext der Performancekunst sichtbar machen soll. Ihr letztes Bühnenstück LOIE (is a fire that cannot be erased), das auch im brut Wien zu sehen war, befasste sich mit somatischen Archiven und systematischen Auslöschungen in der Tanzgeschichte. Claire Lefèvres Textarbeit reicht von Lyrik bis zu Förderanträgen und streift dabei gelegentlich Performance-Kritik, Stand-up-Comedy oder queere feministische Theorie. Gelegentlich arbeitet sie als Ghostwriterin, vor allem wegen des geheimnisvollen Reizes dieser Tätigkeit.

Leo (Liepa) Kuraite ist multidisziplinäre*r Künstler*in aus Litauen und lebt derzeit in Wien. Seit dem Abschluss an der Goldsmiths, University of London im Jahr 2014 mit einem Bachelor of Science in Creative Computing widmet sich Leo (Liepa) Kuraite der Musikproduktion, dem kreativen Programmieren und dem Lichtdesign. Leo (Liepa) Kuraite hat bereits für lokale Veranstaltungsorte wie WUK, brut Wien und das Tanzquartier sowie für Choreograf*innen und Künstler*innen wie Lau Lukkarila, Luca Bonamore, Elio Gervasi, Yoh Morishita, Lena Kuzmich und Tony Wagner gearbeitet und war bei ImPulsTanz und den Wiener Festwochen Teil der Lichtcrews. www.assembler.live

Adam Czirak ist Dozent am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Seine Dissertation befasste sich mit partizipativen Sehpraktiken in intersubjektiver Kunst, und seine Habilitationsarbeit behandelte die Geschichte der Performancekunst in Osteuropa. Gastdozenturen führten ihn kürzlich nach Tokio, Lissabon und Berlin. Er leitet das FWF-Forschungsprojekt Dramaturgien nach dem postdramatischen Theater. Neben seiner akademischen Tätigkeit arbeitet er als Dramaturg an Performanceproduktionen von Naoko Tanaka, Doris Uhlich und Claudia Bosse.

Veza Fernández ist eine in Wien lebende Tanz-, Stimm- und Performancekünstlerin. Ihre Arbeit befasst sich mit der Poetik und Politik des stimmlichen Ausdrucks als Ort der Beziehung, der Imagination und der Transformation. Sie verknüpft Gesang, Schreiben, Tanz und Sprechen als körperliche Formen des Studiums, des Experimentierens und der Performance. Ihre Stücke sind einfühlsam und intensiv und erschaffen polyphon eine Ansammlung von Stimmen und Präsenzen, die sich nach Bewegung sehnen und bewegt werden wollen. Ihr Hintergrund umfasst Philologie, Pädagogik, Theater, Musik und zeitgenössischen Tanz – Bereiche, die ihre künstlerische Forschung und Arbeitsweise in der Kunstproduktion und -präsentation auf vielfältige Weise beeinflussen. Ihre Arbeit ist stark lokal verwurzelt und dringt von der Underground-Szene in größere Tanz- und Theaterinstitutionen ein. Sie hat einen Master in Choreografie von der DAS Graduate School (Amsterdam Academy for Theatre and Dance). Ihre Arbeiten wurden unter anderem im brut Wien, im Tanzquartier Wien, in den Sophiensälen Berlin, in der Gessnerallee Zürich, im de Singel Antwerpen und in der La Casa Encendida Madrid gezeigt.

Credits

Konzept, Choreografie & Performance gergo d. farkas Musik Márton Csernovszky Lichtdesign Leo Kuraite Bühnenbild Lőrinc Borsos Foyer Artwork Balázs Ágoston Kiss Produktion Sebbe Starlinger Dramaturgie Claire Lefèvre Outside Eye Ádám Czirák Künstlerische Beratung Veza Fernández

Eine Koproduktion von gergo d. farkas, MDT Moderna Dansteatern, Sín Arts Centre und imagetanz 2026 / brut Wien
Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)

Termine & Tickets

März 2026

Fr. 27.03.2026, 19:00
22 € / 18 € / 14 €
    
Tickets

Sa. 28.03.2026, 21:00
22 € / 18 € / 14 € * imagetanz Closing Party im Anschluss mit DJ-Set von Yinna
    
Tickets

brut nordwest
Nordwestbahnstraße 8-10, 1200 Wien
barrierefrei

Empfohlene Veranstaltungen

27.03.2026 - 28.03.2026

Viktor Szeri

unseen

Tanz / Performance
Uraufführung
Dauer: ca. 60 Minuten

28.03.2026, 22:00

imagetanz Closing Party mit DJ-Set von Yinna

presented by The Gap

Party

Februar 2026
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brut all over Vienna

brut nordwest

barrierefrei

Nordwestbahnstraße 8-10, 1200 Wien
U-Bahn: U1, U2 (Praterstern), U4 (Friedensbrücke), U6 (Dresdnerstraße) Tram: 5 (Nordwestbahnstraße) Bus: 5A (Wasnergasse)
barrierefrei

Februar 2026
Malika Fankha
No Place Like Home
Februar 2026
Breaking Silence: Über Grenzen, (Un)Recht und Verantwortung
Februar 2026
How to festival?
März 2026
LIFT Tanzkollektiv (Liv Schellander, Irene Giró, Fia/Sophia Neises, Tanja Erhart)
BIOFUCK
März 2026
Taking the time
März 2026
marhaba مرحبا im brut mit IZRAA und Bisan Dabke
März 2026
Tastführung
März 2026
tanz.sucht.theater
BUZZ
März 2026
BUZZING around
März 2026
gergo d. farkas
rascal
März 2026
imagetanz Closing Party mit DJ-Set von Yinna
April 2026
cARE (core Artistic Research Ensemble)
Philosophy on Stage #6: Notebook of the Heart
April - Mai 2026
DARUM (Victoria Halper & Kai Krösche)
Auflösung
Mai - Juni 2026
Nesterval
Nestervals Nibelungen: Donaugold
Juni 2026
Karin Pauer & Aldo Giannotti
FOR NOW
Juni 2026
Queereeoké
Unmute yourself!
Juni 2026
BRUT HARD SOFT KISSEN After Pride Edition with KISSEN, GATAFIERA (live) & DJ Sets by anxxxious_t, aua&angst, yves, Dia, Shepperd, nas.delphine

studio brut

nicht barrierefrei

Zieglergasse 25, 1070 Wien
U-Bahn: U3 (Zieglergasse), Tram: 49 (Westbahnstraße / Zieglergasse)
nicht barrierefrei

März 2026
Cat Jimenez
ruins of a shell
März 2026
Carolina Cappelli
B-MOVIES
April 2026
Frans Poelstra
THIS MOMENT WITH YOU

Bears in the Park Art Place

nicht barrierefrei

Eyzinggasse 12, 1110 Wien
U-Bahn: U3 (Gasometer) Bus: 72A (Gasometer), 76A, 76B (Simoningplatz)
nicht barrierefrei

März 2026
Handle with care feat. Huggy Bears Part 1 & 2
März 2026
Handle with care feat. Huggy Bears Part 3 & 4

WUK performing arts

barrierefrei

Währinger Straße 59, 1090 Wien
U-Bahn: U6 (Währinger Straße / Volksoper), Tram: 40, 41, 42 (Währinger Straße / Volksoper), 5, 33 (Spitalgasse), 37, 38, 40, 41, 42 (Spitalgasse / Währinger Straße)

März 2026
Viktor Szeri
unseen
März 2026
Closing Cocktail

Der Betrieb

barrierefrei

Vogelweidplatz 13, 1150 Wien
U-Bahn: U6 (Burggasse-Stadthalle) / Bus: 48A (Moeringgasse) / Tram: 9 (Camillo Sitte Gasse)

April - Mai 2026
Der Betrieb / Alexander Gottfarb
The Season of Narratives