Profil

brut |brut|, das

Eigenname, neutrum

Herkunft
Objet trouvé aus dem Jahr 2007, jetzt Eigenname, steht für „New Art on Stage“, für Offenheit, Experiment und Prozesshaftigkeit

Verwandte Begriffe
brut (Kennzeichnung für sehr trockenen Schaumwein), die Brut (aus Eiern geschlüpfte Tiere), die Brut (umgangssprachlich für eine Gruppe von Personen, deren Verhalten als empörend empfunden wird), der Art brut (spontan gestaltete Kunst)

brut ist eine Produktions- und Spielstätte für Performative Künste in Wien und gehört zu den renommiertesten Häusern der freien Performance-, Tanz und Theaterszene im deutschsprachigen Raum.

An der Spielstätte im Künstlerhaus am Karlsplatz, im studio brut in der Zieglergasse und an wechselnden temporären Spielorten in und um Wien wird experimentelle darstellende Kunst aus Österreich und der Welt produziert und präsentiert.

New Art on Stage

Neben Theater, Tanz und Performance liegt der Fokus auf ortsspezifischen Projekten, künstlerischen Schaffensprozessen, Dialog mit der Stadt, Kooperation mit benachbarten Kunstdisziplinen, theoretischen Reflexionen sowie avancierten Pop-Konzerten und Partys.

brutproduktion


Seit 2007 wurden brutproduktionen über 450 Mal als Gastspiele außerhalb des brut gezeigt. Sie werden zu renommierten Festivals und weltweit bekannten Spielstätten eingeladen, unter anderem zum Theater Festival Impulse, Chelsea Theatre London, Kaaitheater Brüssel, Kunstenfestivaldesarts in Belgien, Under the Radar in New York, in die sophiensæle Berlin, in die Fundición Bilbao, zum steirischen Herbst in Graz, in den Mousonturm Frankfurt, das Centre Pompidou in Paris, Hebbel am Ufer Berlin, Österreich TANZT in St. Pölten und viele mehr.

Geschichte

 

brut im Künstlerhaus

Das Wiener Künstlerhaus wurde 1868 als Gesellschafts- und Ausstellungszentrum der ältesten noch bestehenden Künstlervereinigung Österreichs erbaut. Ab 1882 wurde der historische Bau der Ringstraßenzeit um zwei Seitenflügel vergrößert, um den notwendigen Raum für die erste große internationale Kunstausstellung zu schaffen. 1949 wurde im linken Seitenflügel, ursprünglich der Deutsche Saal, ein Kino eröffnet. Mehr als 20 Jahre später wurde im September 1972 der rechte Flügel, ehemals Französischer Saal, zur Errichtung eines Theaters vermietet. Bis 1985 beherbergte der rechte Flügel des Künstlerhauses das Komödiantenhaus-Theater. 1987 scheiterte eine Initiative zur Neubespielung des Theaters als Politische Bühne Künstlerhaus an der Entscheidung der damaligen Kulturstadträtin Ursula Pasterk, die beschloss, das Theater im Künstlerhaus unter dem Namen „dietheater“ – gemeinsam mit dem ebenfalls leer stehenden Theater im Konzerthaus – allen freien Gruppen zur Verfügung zu stellen.

dietheater

Als gemeinsames Dach für das Künstlerhaus- und das Konzerthaus-Theater wurde am 31. Jänner 1989 das dietheater in Trägerschaft des Theaterverein Wien unter der künstlerischen Leitung und Geschäftsführung von Christian Pronay gegründet. Von 1989 bis 2007 war dietheater eine Spielstätte für österreichische, freie Theatergruppen und zeigte vorrangig Produktionen von Wiener Künstler*innen. Mit dem jährlichen Festival imagetanz bot das dietheater auch der Wiener Tanzszene eine wichtige Plattform.

 

dietheater wird brut

Im Sommer 2006 wurde vom Theaterverein Wien die Künstlerische Leitung für die beiden Spielstätten im Künstlerhaus und Konzerthaus neu ausgeschrieben. Die Gründungsintendanten von brut waren Thomas Frank und Haiko Pfost, deren Intendanz für die Umstrukturierung von brut in ein international agierendes Koproduktionshaus für die freie Performance-, Tanz- und Theaterszene steht. Von 2007-2015 entstanden zahlreiche österreichische Produktionen am Haus, zusätzlich wurden internationale Gastspiele, sowie Konzert- und Partyformate präsentiert und veranstaltet.

Seit Herbst 2015 ist Kira Kirsch, bis dahin leitende Dramaturgin beim steirischen herbst in Graz,  Künstlerische Leiterin. brut fokussiert nun stärker auf prozessorientiertes Arbeiten, Dialog mit der Stadt, temporäre Spielorte und Kooperationen mit Institutionen aus benachbarten Disziplinen.

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Aktuelle Spielorte

brut im Volkskundemuseum Wien

Laudongasse 15-19, 1080 Wien
Tram: 5, 33 (Laudongasse, Lange Gasse), 43, 44 (Lange Gasse), Bus: 13A (Laudongasse)

studio brut, Zieglergasse 25, 1070 Wien

Zieglergasse 25, 1070 Wien
U-Bahn: U3 (Zieglergasse), Tram: 49 (Westbahnstraße / Zieglergasse)

November 2018
Bring your own booze
November 2018
Theater im Bahnhof
ZU GAST – ein Talkshowkonzentrat mit Pia Hierzegger und Gästen
November 2018
Julie Pfleiderer & Ictus Ensemble
SAFE
Dezember 2018
Die Rabtaldirndln
Böse Frauen

brut in der Buschenschank Stift St. Peter, Rupertusplatz 5, 1170 Wien

Rupertusplatz 5, 1170 Wien
Tram 43, Haltestelle Dornbacherstraße oder Bus 44A, Haltestelle Heuberggasse

Oktober - November 2018
Nesterval
Das Dorf

brut im Stadtkino

Akademiestraße 13, 1010 Wien
Haltestelle Karlsplatz/Oper

brut im Zentrum für Public Health und Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie

Kinderspitalgasse 15, 1090 Wien
U-Bahn: U6 (Alserstraße) Tram: 43 (Alserstraße), 44 (Hernalser Gürtel)

brut im Opera Club

Mahlerstraße 11, 1010 Wien
U-Bahn: U1, U2, U4 (Karlsplatz), Tram: 1, 2, 71, D, 62 (Oper/Karlsplatz) Bus: 2A, 59A (Oper/Karlsplatz)

brut in der Nordbahn-Halle

Leystraße 157, 1020 Wien
U-Bahn: U1 (Vorgartenstraße), Tram: 2 (Innstraße), Bus: 11A, 11B (Holubstraße)

November 2018
Fanni Futterknecht
WE WILL NOT LET YOU GO

brut im Odeon

Taborstraße 10, 1020 Wien
U-Bahn: U1, U4 (Schwedenplatz) Tram: 2 (Gredlerstraße)

Dezember 2018
Simon Mayer mit Matteo Haitzmann und Sixtus Preiss
Requiem

brut im AIL Angewandte Innovation Lab

Franz-Josefs-Kai 3, 1010 Wien
U-Bahn: U1, U4 (Schwedenplatz) Tram: 1, 2 (Julius-Raab-Platz)

Dezember 2018
Kuratiert von Lucie Strecker, Klaus Spiess und Jens Hauser
Applied Microperformativity: Live Arts for a Radical Socio-Economic Turn

Gewächshaus in der Nordmanngasse

Nordmanngasse 60, 1210 Wien
Tram: 25, 26 (Fultonstraße) Bitte öffentlich anreisen, vor Ort keine Parkmöglichkeit.