Gin Müller, Simonida Selimović, Mariama Nzinga Diallo & Edwarda Gurrola

JUSTITIA! Identity Cases

brut nordwest
Theater / Performance / Lecture Wiederaufnahme in englischer und deutscher Sprache | Dauer: ca. 90 Minuten
{Identity politics} {Gerichtsspiel} {(Vor-)Urteile}

„Wer bist du? Wer bist du wirklich? Kannst du beweisen, dass du bist, wer du bist?“ Die rasante Show JUSTITIA! Identity Cases über das Verhältnis von Theater, Gericht und sozialen Medien kehrt zurück ins brut Wien. Wie werden Identitätsprozesse vor Gericht, im Theater und in den sozialen Netzwerken verhandelt? Wer urteilt, wer verurteilt? Wer fühlt sich im Recht, und was ist Gerechtigkeit? JUSTITIA! Identity Cases ist Performance-Lecture und Gerichtsdrama in mehreren Akten und zeigt vor allem eines: Identitätsprozesse sind nie ein klarer Fall. In dieser Show werden humorvoll brisante Fragen gestellt und keine einfachen Antworten geliefert.

, © Christine Miess

Gin Müller, Sandra Selimović, Mariama Nzinga Diallo, Edwarda Gurrola – JUSTITIA! Identity Cases

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Gin Müller, Sandra Selimović, Mariama Nzinga Diallo, Edwarda Gurrola – JUSTITIA! Identity Cases

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Gin Müller, Sandra Selimović, Mariama Nzinga Diallo, Edwarda Gurrola – JUSTITIA! Identity Cases

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Gin Müller, Sandra Selimović, Mariama Nzinga Diallo, Edwarda Gurrola – JUSTITIA! Identity Cases

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Gin Müller, Sandra Selimović, Mariama Nzinga Diallo, Edwarda Gurrola – JUSTITIA! Identity Cases

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Gin Müller, Sandra Selimović, Mariama Nzinga Diallo, Edwarda Gurrola – JUSTITIA! Identity Cases

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Gin Müller, Sandra Selimović, Mariama Nzinga Diallo, Edwarda Gurrola – JUSTITIA! Identity Cases

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Gin Müller, Sandra Selimović, Mariama Nzinga Diallo, Edwarda Gurrola – JUSTITIA! Identity Cases

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Gin Müller, Sandra Selimović, Mariama Nzinga Diallo, Edwarda Gurrola – JUSTITIA! Identity Cases

Im Zentrum der Verhandlung stehen heiß umkämpfte Themen der Identitätspolitik. Inspiriert vom Roman Identitti der Kulturwissenschaftlerin und Schriftstellerin Mithu Sanyal und von konfliktreichen öffentlichen Debatten zeigt sich in Identity Cases das Gericht als eine theatrale Performance, als ein mediales Gerichtsspiel von verkörperten „Trans-Identitäten“. In diesen Kontexten zu performen, heißt auch, ein glaubhaftes Narrativ der eigenen Identität zu erzeugen. Kläger*innen, Rechtsanwält*innen, Angeklagte*, Zeug*innen, Richter*innen und Zuschauer*innen spielen dabei ihre jeweils eigenen Rollen im Kampf um das gerechte performative Urteil.

Identity Cases bildete 2022 den Auftakt zum von Gin Müller initiierten vier Jahre dauernden Rechercheprojekt JUSTITIA!, das sich in unterschiedlichen Formaten mit dem Verhältnis von Theater und Gericht sowie von Recht und Gerechtigkeit auseinandersetzte. Nach den im brut uraufgeführten Performances JUSTITIA! IL*LEGAL MONSTERS (2023) und JUSTITIA! Data Ghosts (2025) kehren Gin Müller, Edwarda Gurrola, Mariama Nzinga Diallo und Simonida Selimović mit der Wiederaufnahme des ersten Teils JUSTITIA! Identity Cases ins brut nordwest zurück. Die Produktion wurde zum Impulse Festival 2023 eingeladen und für den Nestroy-Preis nominiert.

 

Team 2026

Gin Müller ist Regisseur, Theaterwissenschaftler*, Performer* und Queer-Ar/ktivist*. Gin Müllers Arbeiten verhandeln aktivistische und politische Themen sowie kollektive Formen der Zusammenarbeit auf und abseits der Bühne.

Simonida Selimović ist Schauspielerin, feministische Rapperin und als Aktivistin gegen Rassismus und für Gleichberechtigung der Roma tätig. Sie ist u.a. zu sehen in der Kinderserie Operation Dunarea, im Kinofilm Ciao Cherie von Nina Kusturica zu sehen. 2010 gründet sie gemeinsam mit ihr den ersten feministischen und professionellen Romatheaterverein Romano Svato, sowie Mindj Panther. In der Wiener freien Theaterszene entwickelte sie zusammen mit ihrer Schwester Sandra Selimović Heroes (2015) und arbeitete u. a. mit Tina Leisch und Alireza Daryanavard zusammen; am Schauspiel Essen spielte sie in einer Inszenierung von Volker Lösch und am Berliner Gorki Theater erarbeitete sie mit Yael Ronen die auf einer Idee von ihr und Sandra Selimović basierende Produktion Roma Armee (2017).

Mariama Nzinga Diallo ist Aktivistin, Panafrikanistin, Fotografin, Künstlerin und Performerin. Sie studierte Kontextuelle Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Mariama Nzinga Diallo kämpft unermüdlich für Menschenrechte, gegen Besatzung, Kolonialismus und Unterdrückung. Mental dekolonisiert setzt sie sich kompromisslos für die No-Borders-Bewegung ein und steht für eine Welt ein, in der Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit über alle Grenzen hinweg gelten.

Edwarda Gurrola ist Theater- und Filmschauspielerin. Seit ihrer Kindheit spielt sie in unterschiedlichen TV-Formaten und Telenovelas. 2015 war sie für den mexikanischen Filmpreis Ariel als beste Hauptdarstellerin nominiert.

Selina Shirin Stritzel ist freischaffende Theatermacherin, politische Bildungsarbeiterin und transmediale Künstlerin. Sie studierte Critical Studies an der Akademie der bildenden Künste Wien.

 

Team 2022

Natalie Ananda Assmann ist freischaffende Künstlerin, Theaterschaffende, Kuratorin und Performerin. Ihre Arbeiten setzen an der Schnittstelle von theatraler Intervention im öffentlichen Raum und queer-feministischer, antifaschistischer Bildproduktion an.

Andreas Fleck arbeitete als Produktionsleiter und Dramaturg für unterschiedliche Theaterinstitutionen und freie Theatergruppen und ist seit 2023 künstlerischer Leiter von WUK performing arts.

Sandra Selimović ist Schauspielerin, Regisseurin, Rapperin und Roma-Aktivistin. Sie ist Mitbegründerin des feministischen Roma-Theatervereins Romano Svato und Vorkämpferin gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von der Mehrheitsgesellschaft.

Pressestimmen

„Der Abend stellt schwerwiegende Fragen auf überraschend leichtfüßige Weise.“
Petra Paterno (Wiener Zeitung)

Credits

Wiederaufnahme, Premiere 2026:
Dramaturgische Überarbeitung Gin Müller, Selina Shirin Stritzel Basierend auf einer Fassung unter der Dramaturgie & Regie von Gin Müller, Selina Shirin Stritzel, Natalie Assmann, Andreas Fleck Text Mariama Nzinga Diallo, Andreas Fleck, Edwarda Gurrola, Gin Müller, Sandra Selimović Performance Edwarda Gurrola, Mariama Nzinga Diallo, Simonida Selimović, Gin Müller Visuals/Videos Sabine Marte, Magdalena Fischer, Hicran Ergen, Nils Olger Sound/Musik Lisa Kortschak Social Media Hicran Ergen Produktion Wilhelm Binder, Ines Kaiser Assistenz Katalin Pászti Videoprogrammierung Oliver Stotz Bühne Rupert Müller Kostüm Noushin Redjaian Grafikdesign Georg Starzner

Orginalfassung 2022:
Konzept & Performance Gin Müller Performance Edwarda Gurrola, Mariama Nzinga Diallo, Sandra Selimović Dramaturgie & Regie Gin Müller, Natalie Ananda Assmann, Selina Shirin Stritzel, Andreas Fleck Visuals Sabine Marte Sound/Musik Lisa Kortschak Social Media Hicran Ergen Assistenz Ines Kaiser Video-Patches Oliver Stotz Bühne Rupert Müller Kostüm Noushin Redjaian Grafikdesign Georg Starzner Fotos & Videodokumentation Magdalena Fischer

Eine Koproduktion von Verein zur Förderung der Bewegungsfreiheit und brut Wien.
Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7, Konzeptförderung 22–26).

Termine & Tickets

Februar 2026

Do. 05.02.2026, 20:00
22 € / 18 € / 14 €

Fr. 06.02.2026, 20:00
22 € / 18 € / 14 € * Artist Talk im Anschluss, Moderation: Selina Shirin Stritzel

Sa. 07.02.2026, 20:00
22 € / 18 € / 14 €

Mo. 09.02.2026, 20:00
22 € / 18 € / 14 €

brut nordwest
Nordwestbahnstraße 8-10, 1200 Wien
barrierefrei

Info

Am Fr. 06.02. findet im Anschluss an die Vorstellung ein Artist Talk statt, Moderation: Selina Shirin Stritzel.

 

Content Notes

Die Performance verwendet Theaternebel.

Downloads

Abendprogramm_JUSTITIA_Identity_Cases (PDF)

 

Empfohlene Veranstaltungen

14.01.2026 - 17.01.2026

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Performance
Uraufführung
in deutscher Sprache | Dauer: ca. 75 Minuten

18.02.2026 - 21.02.2026

Malika Fankha

No Place Like Home

Performance / Tanz / Musik / Poetry
Uraufführung
in englischer Sprache | Dauer: ca. 70 Minuten

Magazin

Zwei Personen sitzen an einem Tisch mit einem Schild „Staatsanwaltschaft“. Beide tragen formelle Kleidung, Kameras filmen die Szene, im Hintergrund ist eine hölzerne Gerichtskulisse.
Abendprogramme

Abendprogramm zu "JUSTITIA! Identity Cases" von Gin Müller, Simonida Selimović, Mariama Nzinga Diallo & Edwarda Gurrola

„Wer bist du? Wer bist du wirklich? Kannst du beweisen, dass du bist, wer du bist?“ Die rasante Show JUSTITIA! Identity Cases über das Verhältnis von Theater, Gericht und sozialen Medien kehrt zurück ins brut Wien.
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Februar 2026
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No Place Like Home
Februar 2026
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Der Betrieb / Alexander Gottfarb
The Season of Narratives