Stefanie Sourial

City of Diaspora

brut nordwest
Performance Uraufführung in englischer Sprache
{Selbstversteck} {Zwischenwelt} {Augenöffner}

Eine Stadt in der Stadt, doch wer sie nicht kennt, kann sie nicht sehen. Die City of Diaspora ist auf keiner Karte eingezeichnet, und doch ist sie real. Sie ist sichtbar für diejenigen, die in der Diaspora leben, im Spannungsfeld zwischen Aufenthaltsort und Herkunft. Stefanie Sourials Performance ermöglicht dem Publikum, für einen Abend einen ungefilterten Blick auf die City of Diaspora zu werfen. Kann die eigene Stadt noch dieselbe bleiben, wenn man sie mit anderen Augen sieht? 

, © Abiona Esther Ojo

Stefanie Sourial – City of Diaspora

, © Abiona Esther Ojo

Stefanie Sourial – City of Diaspora

, © Abiona Esther Ojo

Stefanie Sourial – City of Diaspora

, © Abiona Esther Ojo

Stefanie Sourial – City of Diaspora

, © Abiona Esther Ojo

Stefanie Sourial – City of Diaspora

, © Abiona Esther Ojo

Stefanie Sourial – City of Diaspora

Die Erfahrung des Verlusts von Herkunft und Identität schlummert meist in unsichtbaren Sphären: Sprache, Tradition, Geschmäcker, Familienbeziehungen, Verhalten und Aussehen verschwinden. Das Erinnern und Vermissen von nie gekannten Dingen wird dabei zu einer zentralen Erfahrung und erzeugt das Gefühl, in einer Zwischenwelt zu leben. Um diese zu beschreiben, wurden in Wien lebende diasporische kunstschaffende Menschen eingeladen, Kurzgeschichten in fantastisch-utopischer Erzählform zu schreiben, die ihre eigenen Erfahrungen verhandeln. Diese Kurzgeschichten bilden die Basis der einzelnen Episoden von City of Diaspora, die Stefanie Sourial gemeinsam mit den Künstler*innen und Performer*innen Hyo Lee, Faris Cuchi Gezahegn und Sunanda Mesquita auf die Bühne bringt.

Die City of Diaspora ist eine Stadt in der Stadt
Sie ist eine Zwischenwelt.
Sie ist eine Erinnerung an etwas, das nie erlebt wurde.
Sie ist das M.O.T.U.
Sie ist „the memory of the unknown“.
Sie ist ein Zustand und ein Gefühl.
Sie ist unsichtbar.
Sie ist sichtbar im Spannungsfeld zwischen Aufenthaltsort und Herkunft.
Sie ist neon, nicht pastell.
Sie ist Anpassung und Auslöschung.
Sie ist Ermächtigung und Widerstand.
Sie ist konstruiert aus den Schatten einer realen Welt.
Sie ist die reale Welt.
Sie ist die Kontrolle über die eigene Lebenserzählung.
Sie ist das Suchen und Verstecken.
Sie ist das beste Versteck.
Sie ist das Leo und das Hugale.
Sie ist der Zustand nach dem Verschwinden.
Sie ist der Verlust von Herkunft und Identität.
Sie ist der Gewinn von Identität und Herkunft.
Sie ist der Stadtteil, der auf keiner Karte zu finden ist.

Stefanie Sourial, geboren 1981, arbeitet als Performancekünstlerin und lehrt an der Akademie der bildenden Künste Wien. 2001/02 leitete sie Theaterworkshops mit obdachlosen Jugendlichen in Kairo, Ägypten. Als Absolventin der Internationalen Schule für Theater Jacques Lecoq in Paris kreiert Sourial ihre eigenen Soloprojekte: u. a. FREAK (2014/15), die Performancetrilogie Colonial Cocktail (2019) und die neue Produktion City of Diaspora (2021) in Koproduktion mit brut Wien. Seit 2012 arbeitet Sourial mit der mehrfach preisgekrönten Kompanie „Theatre Ad Infinitum“ in Großbritannien. Seit 2009 kollaboriert sie regelmäßig mit in Wien lebenden Performancekünstler*innen. So war sie u. a. Teil des ersten Wiener queer-feministischen Burleskkollektivs Club Burlesque Brutal (2009–2015) und tritt seit 2017 regelmäßig beim PCCC* – Political Correct Comedy Club mit antirassistischen und queeren Stand-up-Skits auf. Ihre Performances sind antirassistisch, queer und gesellschaftskritisch und verbinden zwei Erzählweisen miteinander: die historische und die persönliche – stets fokussiert auf das Politische.

Am 4. Februar findet im Anschluss an die Vorstellung ein Publikumsgespräch statt. Moderation: Janine Jembere & Sushila Mesquita

Pressestimmen

 „Stefanie Sourial zählt schon seit Jahren zu den stärksten Stimmen im queer-feministischen Wien.“ (FAQ)

„Ihre Performances sind antirassistisch, queer und gesellschaftskritisch und verbinden, fokussiert auf das Politische, historische mit persönlichen Erzähl-Perspektiven.“ (FAQ)

Credits

Idee, Konzept, Performance Stefanie Sourial Stückentwicklung, Performance Faris Cuchi Gezahegn, Hyo Lee Stückentwicklung, Videoprojektion, Bühnenbild Sunanda Mesquita Recherche, dramaturgische Unterstützung Janine Jembere, Sushila Mesquita, Mara Verlič Kostüm Kids of the Diaspora Lichtdesign Denise Kamschal Fotografie Abiona Esther Ojo Produktion mollusca productions

Eine Koproduktion von Stefanie Sourial – Verein für souriales Theater und brut Wien. Mit freundlicher Unterstützung und großem Dank an die Kulturabteilung der Stadt Wien und das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Termine & Tickets

Am 4. Februar findet im Anschluss an die Vorstellung ein Publikumsgespräch statt. Moderation: Janine Jembere & Sushila Mesquita

 
Bitte lesen Sie unsere Covid-19-Regelungen hier

Februar 2022

Do. 03.02.2022, 20:00
18 € / 14 € / 9 €

Fr. 04.02.2022, 20:00
18 € / 14 € / 9 € *Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch statt. Moderation: Janine Jembere & Sushila Mesquita

Sa. 05.02.2022, 20:00
Ausverkauft

So. 06.02.2022, 20:00
Ausverkauft

brut nordwest
Nordwestbahnstraße 8-10, 1200 Wien

Downloads

Abendprogramm City of Diaspora (PDF)

 

Empfohlene Veranstaltungen

11.02.2022 - 15.02.2022

Veza Fernández

Alalazo

Performance
Uraufführung

17.05.2022 - 31.05.2022

Nesterval

SEX, DRUGS & BUDD’N‘BROOKS

Performance / Theater
Österreichische Erstaufführung
in deutscher Sprache I Die Veranstaltung ist nicht jugendfrei. Zutritt ab 18 Jahren.

Mai 2022
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brut all over Vienna

brut nordwest

barrierefrei

Nordwestbahnstraße 8-10, 1200 Wien
U-Bahn: U1, U2 (Praterstern), U4 (Friedensbrücke), U6 (Dresdnerstraße) Tram: 5 (Nordwestbahnstraße) Bus: 5A (Wasnergasse)

Mai 2022
Kate McIntosh
To Speak Light Pours Out
Mai 2022
Marcus Lindeen
L’Aventure invisible
Juni 2022
MITTEN
Dalia Ahmed und Tonica Hunter / Welcher Pfad führt zur Geschichte. ÖMSUBM Wikipedia Edit-a-thon
Juni 2022
MITTEN
El Conde de Torrefiel / Cosmic Movements
Juni 2022
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Back to Back Theatre / Un-masterclass
Juni 2022
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Buhle Ngaba / #AdaptOrFly
Juni 2022
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Matija Ferlin / The disturbing dancing code. Manual for unlearning
Juni 2022
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Anna Rispoli / Common Wallet
Juni 2022
Slavs and Tatars
Transliterative Tease
Juni 2022
MITTEN
Bouchra Ouizguen / On and with Éléphant
Juni 2022
MITTEN
El Conde de Torrefiel / MIRAR
Juni 2022
Stina Fors
A mouthful of tongues

brut nordwest – Innenhof

barrierefrei

Nordwestbahnstraße 8-10, 1200 Wien

Juni 2022
Kopf hoch & Simon Mayer
Colourful Greyzones – Live in Concert

Die Angewandte, Auditorium, Vordere Zollamtsstraße 7, 1030 Wien

Vordere Zollamtsstraße 7, 1030 Wien
U-Bahn: U3, U4 (Landstraße)

April - Juni 2022
Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien und Literaturhaus Wien
Rough Translation – Lesungen & Gespräche mit ukrainischen Dichter*innen

studio brut, Zieglergasse 25, 1070 Wien

nicht barrierefrei

Zieglergasse 25, 1070 Wien
U-Bahn: U3 (Zieglergasse), Tram: 49 (Westbahnstraße / Zieglergasse)

Juni 2022
Samara Hersch
(Other) Ways of Being Together
Juni 2022
Liv Schellander
HYPERNURTURES

brut im Budd’n’brooks

nicht barrierefrei

Prater 34, 1020 Wien
U-Bahn: U2 (Messe Prater), Bus: 82A (Messe Prater)

Mai 2022
Nesterval
SEX, DRUGS & BUDD’N‘BROOKS

brut im Volkskundemuseum Wien

nicht barrierefrei

Laudongasse 15-19, 1080 Wien
Tram: 5, 33 (Laudongasse, Lange Gasse), 43, 44 (Lange Gasse), Bus: 13A (Laudongasse)

Juni 2022
Alix Eynaudi
Noa & Snow – Poem #9

brut in der Brunnenpassage

Brunnengasse 71, 1160 Wien
U-Bahn: U6 (Josefstädter Straße), Tram: 44 (Yppengasse), 33 (Josefstädter Straße), 2 (Brunnengasse)

Juni 2022
Kopf hoch & Simon Mayer
Colourful Greyzones