Nesterval

Nestervals Nibelungen: Donaugold

brut nordwest
Immersives Theater Uraufführung in deutscher Sprache | Dauer: ca. 2,5 Stunden, keine Pause
{Dystopie} {Immersion} {Wasser}

Postapocalypse now! Österreich im Jahr 2044, nach dem „Zweiten Wiener Wasserkrieg“: Wasser ist das neue Gold. Mit Nestervals Nibelungen: Donaugold wagt das Wiener Theaterensemble einen Blick in unsere nahe Zukunft und schafft einen dystopischen Ort, wo die Ressourcen nur noch für wenige Auserwählte reichen. Wo neben strengen Regeln und Gesetzen Egoismus und Dekadenz herrschen und Opfer zu bringen vor allem eines bedeutet: zu überleben. Mit Donaugold bei brut Wien und dem zeitgleich bei den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien stattfindenden Wallden erlebt das Publikum eine neue Nibelungensaga in zwei Teilen an unterschiedlichen Schauplätzen. Nestervals immersives Theatersetting zeigt eine Zivilisation am Scheideweg und wirft die Frage auf, wie wir angesichts knapp werdender Ressourcen (über)leben wollen. Es wird düster werden.

, © Alexandra Thompson

Nesterval – Nestervals Nibelungen: Donaugold

Die Arbeiten des Ensembles um Martin Finnland sind regelmäßig in kürzester Zeit ausverkauft. Drei gemeinsame Produktionen mit brut Wien waren Nestroy-nominiert; für Der Kreisky-Test gab es einen Spezialpreis. 2026 wagt die immersive Theatertruppe Großes. Nestervals Nibelungen ist in der nahen Zukunft angesiedelt und findet zeitgleich an zwei unterschiedlichen Spielorten statt: Donaugold (bei brut Wien in der Spielstätte brut nordwest als letztes Spektakel vor dem Umzug) und Wallden (bei den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien in der freien Natur). Dabei handelt es sich bei beiden Produktionen um eigenständige Stücke, die für sich stehen, jedoch eng miteinander verbunden sind. Figuren und Themen spiegeln einander. Beide Stücke spielen im selben postapokalyptischen Universum als Fortführung der Opern-Dystopie Nestervals Götterdämmerung, die zuletzt im Herbst 2025 in der Neuen Staatsoper NEST zu erleben war.

In Nestervals Götterdämmerung musste sich das Publikum entscheiden, ob es Sigfried, Krimhild, Wotan und den anderen Figuren aus dem Richard-Wagner-Universum entweder nach „Donaugold“ oder nach „Wallden“ folgen wollte. Letzteres ist die Utopie eines Kommunenlebens in der Natur – oder was davon im Jahr 2044 noch übrig ist. Donaugold hingegen steht für das Dekadente, Zivilisierte und Kontrollierte. Beide Lebensentwürfe werden nun also in der Fortsetzung für das Publikum zum intensiven immersiven Theatererlebnis. Dabei geht es angesichts knapp werdender Ressourcen buchstäblich ans Eingemachte. Hier wie dort stellt sich die Frage: Wie wollen wir in naher Zukunft (über)leben? Was in Wallden gelingt, scheitert in Donaugold – und umgekehrt. Same same but different wird zur tragenden Erzählstruktur. Aber es gibt nicht „den einen Weg“, vielleicht ist scheitern einfach menschlich. Und alle werden Opfer bringen müssen.

Beide Nibelungen-Inszenierungen sind mythisch aufgeladen. Nesterval legt dem Publikum nahe, sowohl Donaugold als auch Wallden nur ein einziges Mal zu besuchen – um den Zauber des Unbekannten nicht zu zerstören, sich überraschen zu lassen und nicht einmal ansatzweise zu versuchen, die vollständige Wahrheit zu verstehen.

Infos zu Terminen und Tickets für Nestervals Nibelungen: Wallden ab 26.02. unter www.festwochen.at.

 

Martin Finnland konzipierte 2011 Nesterval. Das gemeinsam mit Teresa Löfberg gegründete immersive Theaterensemble aus Wien, dessen künstlerischer Leiter und Regisseur Finnland ist, versteht sich als queeres Volkstheater, das Klassiker der Literatur- und Theatergeschichte in die Jetztzeit übersetzt, überzeichnet und dekonstruiert. Im Zentrum jeder Inszenierung stehen die Lust am Spiel, das Schaffen eines theatralen Erlebnisraums und das Einbezogensein des Publikums in die Performance: Statt durch Zwang eröffnet sich der interaktive Handlungsspielraum durch Empathie, durch ungewöhnliche Rollenbesetzung und vor allem durch das Gespräch – das auch nach dem Stück zwischen Publikum und Darsteller*innen gesucht und geführt wird. Bei Nesterval steht eine queere Technik der Selbstermächtigung im Vordergrund, bei der die lustvolle Ebene des Spiels immer auch eine politische Dimension hat und aktuelle gesellschaftspolitische Fragen aufgeworfen und verhandelt werden. Mit Nesterval war Martin Finnland dreimal für den Nestroypreis nominiert und erhielt 2020 für Der Kreisky-Test den Spezialpreis. Mit Die Namenlosen stand Nesterval 2024 auf der Shortlist des nachtkritik-Theatertreffens und im Showcase des Impulse Theater Festivals. Finnland inszenierte und produzierte bisher mehr als 40 Stücke. Zu Nestervals Kooperationspartner*innen und Auftraggeber*innen zählen u. a. brut Wien (seit 2016), das Internationale Sommerfestival Kampnagel, Hamburg, die Vereinigten Bühnen Bozen, der steirische herbst, die Kunsthalle Wien, das Wien Museum und die Wiener Staatsoper.

Nesterval macht immersives Theater. Queerness und Diversität sind Ausgangspunkte für alle Nesterval-Produktionen. In einer Mischung aus klassischen Spielmethoden und Elementen des immersiven Theaters kreieren Martin Finnland und sein Team seit 2011 performative Theatererlebnisse, in denen das Publikum Teil des Stücks wird. Die Produktionen von Nesterval sind ortsspezifische Projekte, die oft auch außerhalb des klassischen Theaterraums aufgeführt werden. Die Inszenierungen nehmen auf den kulturellen, sozialen und historischen Bestand des Spielortes Bezug, um so die Vielfalt und die Geschichte der Stadt erlebbar zu machen. Verbindende Elemente sind dabei, dass es in den Produktionen stets einen Verweis auf ein Mitglied der fiktiven Familie Nesterval gibt sowie auch oft eine spielerische Komponente, bei der die Teilnehmer*innen zu Mit-Akteur*innen werden oder werden können. Gemeinsam mit brut Wien realisierte Nesterval u. a. Nesterval’s Dirty Faust – ein Mash-up aus Goethes Faust und 1980er-Jahre-Tanzfilmen, Das Dorf und Sex, Drugs & Budd’n’brooks. Zuletzt war Nesterval im brut Wien 2024 mit Der Rosa Winkel – Die Geschichte der Namenlosen zu erleben, einer Weiterbearbeitung von Die Namenlosen (2023).

Barrierefreiheit:

Das Gelände ist barrierefrei zugänglich. Solltet ihr Tickets für Rollstuhlfahrer*innen oder Personen mit Behindertenpass sowie Begleitpersonen benötigen, schreibt bitte eine Mail mit eurem Wunschdatum an barrierefreiheit@brut-wien.at– wir nehmen dann je nach Verfügbarkeit eine Reservierung vor!

Credits

Mit Kira Lorenza Althaler, Laura Athanasiadis, Waltraud Barton, Gellert Gerson Butter, Eva Deutsch, Gisa Fellerer, Norbert Fiedler, Martin Finnland, Laura Hermann, Fabian Tobias Huster, Chris Pfannebecker, Géraldine Schabraque, Johannes Scheutz, Claudia Six, Lorenz Tröbinger, Marius Valente, Alkis Vlassakakis, Helen Zangerle

Künstlerische Leitung, Konzept & Regie Martin Finnland Kaufmännische Leitung & Co-Regie Tove Grün Buch Eva Deutsch, Martin Finnland, Tove Grün, Teresa Löfberg, Lorenz Tröbinger Dramaturgie Rita Neulinger Choreografie & Co-Regie Jerôme Knols Ausstattung Andrea Konrad Kostüm Sophie Eidenberger Musik-Produktion Julian Muldoon

Produktionsleitung Sabine Anders Technische Leitung Lukas Saller Musik-Kuratierung Alkis Vlassakakis Setbau tbc Regieassistenz Cuqui Espinoza, Marlo Pichler Produktionsassistenz Chiara Seide Regiehospitanz tbc Ausstattungsteam Mattea Jäger, Anna Weiss Ausstattungshospitanz Blue Haloun, Gwendoline Wagner Kostümassistenz Julia Hörner Kostümhospitanz Sidi Robol Abendspielleitung/Inspizienz Valentin Jahn, Chiara Seide Kommunikation Christopher Wurmdobler Grafik Rita Neulinger Fotografie Alexandra Thompson Trailer Lorenz Tröbinger Archiv & Anträge Martin Walkner Büro & Buchhaltung Doris Panzer

Eine Koproduktion von Nesterval und brut Wien

Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7).

Besonderer Dank an die Freund*innen von Nesterval, insbesondere der Obfrau Andrea Lenk, sowie den Unterstützer*innen Michael Brandtner, Oleg Elkin, Theo Enzelberger, Lukas Erber, Johannes Felber, Martin Hinterndorfer, Andreas Kauba, Markus Kellner, Kaya Alina Knapp, Philipp Leitenbauer, Julia Polz, Elisabeth Rohr, Sabine Sammer, Christina Schreckenthaler, Maria Sibilia, Matthias Strohmayer, Richard Taupe, Gerald Timelthaler, Sylvia Waldstätten, Tobias Walka, Edmund W. und Thomas Zedrosser, sowie René Lipkovich (SLT Siart Lipkowvich & Team), Helmut Patterer (PRBS Patterer e.U.) und Nikolaus Vogler (PHKV Rechtsanwälte) René Lipkovich (SLT Siart Lipkowvich & Team) und Helmut Patterer (PRBS Patterer e.U.)

Termine & Tickets

Mai 2026

So. 17.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Mo. 18.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Mi. 20.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Do. 21.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Fr. 22.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Sa. 23.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

So. 24.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Mo. 25.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Mi. 27.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Do. 28.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Fr. 29.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Sa. 30.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

So. 31.05.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Juni 2026

Mo. 01.06.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Mi. 03.06.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Do. 04.06.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Fr. 05.06.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

Sa. 06.06.2026, 19:00
75 € / 45 € / 22 € Check-in: 18:00–18:45, Beginn: 19:00 (kein Nacheinlass)
    

brut nordwest
Nordwestbahnstraße 8-10, 1200 Wien
barrierefrei

Info

Ticket-Info
Pro Ticketkauf können maximal vier Tickets für Nestervals Nibelungen: Donaugold in den Warenkorb gelegt und gekauft werden.

Die Ticketkategorien sind: 75 € (Support-Ticket) / 45 € / 22 €.

Support-Ticket: Mit Kauf eines Support-Tickets entscheiden Sie sich dazu, das Projekt "Donaugold" und die Gruppe Nesterval finanziell zu unterstützen. Als Dank für Ihre Unterstützung erhalten Sie am jeweiligen Abend ein Getränk sowie Fast Track beim Eintritt in die Spielstätte. Limitiertes Kontingent.

 

Kombitickets
Kombiticket für Donaugold am 23.05. und Wallden am 24.05. um 100 € ab 26.02., ab 10:00 Uhr auf brut-wien.at erhältlich (limitiertes Kontingent).
Kombiticket für Wallden am 23.05. und Donaugold am 24.05. um 100 € ab 26.02., ab 10:00 Uhr auf festwochen.at erhältlich (limitiertes Kontingent).

 

Content Notes
In der Performance kommen Stroboskop-Effekte und Theaternebel zum Einsatz, sie findet teilweise in Dunkelheit bzw. sichteingeschränkt statt. Es handelt sich um eine Aufführung ohne feste Sitzplätze.
Die Performance enthält Darstellungen physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt, Nacktheit, nichtgendergerechte Sprache als künstlerisch eingesetztes Mittel, Queerophobie, Misogynie, Sexismus und Suizid. Empfohlen ab 18 Jahren. Wenn Sie Bedenken bezüglich des Inhalts haben, senden Sie uns bitte eine E-Mail an produktion@nesterval.at, wir werden uns bei Ihnen melden.

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brut all over Vienna

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barrierefrei

Nordwestbahnstraße 8-10, 1200 Wien
U-Bahn: U1, U2 (Praterstern), U4 (Friedensbrücke), U6 (Dresdnerstraße) Tram: 5 (Nordwestbahnstraße) Bus: 5A (Wasnergasse)
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Gin Müller, Simonida Selimović, Mariama Nzinga Diallo & Edwarda Gurrola
JUSTITIA! Identity Cases
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Zieglergasse 25, 1070 Wien
U-Bahn: U3 (Zieglergasse), Tram: 49 (Westbahnstraße / Zieglergasse)
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