Davor, danach und alles dazwischen – in unseen befindet sich das Publikum in einer Zwischenwelt: Bewegung, Empfindung und Präsenz verschmelzen miteinander; ganz still und leise entfaltet sich Transformation. Die Performer*innen bewegen sich zu wechselnden Rhythmen und mit subtilen Gesten, in denen Gewissheit sich auflöst und neue Möglichkeiten entstehen. Viktor Szeris neueste Arbeit ist eine immersive Erkundung jenes Augenblicks, bevor die Form Gestalt annimmt.
Wie können wir durch Bewegung neue Welten erschaffen? In diesem Raum zu stehen, fühlt sich an, als stünde man am Rande eines Spiegels, der noch nicht entschieden hat, was er widerspiegeln wird. Das Vertraute gerät ins Wanken, und man erhascht flüchtige Blicke auf sich selbst in Bewegung – halbfertig, im Wandel, im Werden. Die Luft ist erfüllt von Möglichkeiten und Ungewissheit zugleich; der Boden unter einem ist fest und fremd zugleich. Es ist eine stille Dissonanz, ein Gefühl des Schwebens zwischen dem, was man war, und dem, was man noch nicht ist, während man beobachtet, wie sich die Fäden alter Muster lösen und sich neue Formen zu bilden beginnen. Man ist hier befreit und lebendig gleichzeitig, gefangen in der fragilen, leuchtenden Pause vor der Transformation.
Viktor Szeris neue Performance unseen ist eine immersive Erkundung jenes Moments, bevor Form Gestalt annimmt. Die Performer*innen navigieren durch wechselnde Rhythmen und subtile Gesten, in denen Gewissheiten verschwinden und neue Möglichkeiten entstehen. Auch das Publikum betritt eine Art Zwischenraum: einen Ort, an dem Bewegung, Empfindung und Präsenz ineinanderfließen und sich eine Transformation still entfaltet.
Viktor Szeri ist freischaffender Performer und Choreograf, er lebt und arbeitet zwischen Budapest und Wien. Sein Solo Fatigue tourte bereits durch ganz Europa. Seine multidisziplinären Arbeiten erforschen das Zusammenspiel von darstellender Kunst und visuellen Strategien und verwischen dabei oft die Grenzen zwischen Bühne und Publikum, um intime, immersive Umgebungen zu schaffen. Viktor Szeri arbeitet in Theatern, in Galerien, im öffentlichen Raum und an verlassenen Orten. Seine Stücke wurden in bedeutenden Institutionen gezeigt, und er absolvierte zahlreiche Künstlerresidenzen in ganz Europa. Fatigue wurde 2023 mit dem Rudolf-Lábán-Preis ausgezeichnet und für Aerowaves Twenty24 ausgewählt. Viktor Szeri wird vom Programm Life Long Burning – Creative Crossroads (2024–2026) gefördert. Im Jahr 2026 absolviert er Residenzen mit Unterstützung von STUK in Leuven und MDT in Stockholm. Er ist Mitbegründer des Kollektivs Hollow und Mitorganisator des Under500-Festivals unabhängiger Kultur in Ungarn. Im Zentrum seiner künstlerischen Praxis stehen verkörperte Präsenz, Kollaboration und die ständige Neugestaltung der Publikumserfahrung von Performance.
Konzept & Choreografie Viktor Szeri Kreation & Performance Martina De Dominicis, Imre Vass, Sasha Portyannikova & Viktor Szeri Musik Rozi Mákó Lichtdesign Viktor Szeri, Kata Dézsi
Eine Koproduktion von Viktor Szeri und WUK performing arts in Kooperation mit imagetanz 2026 / brut Wien
Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
Dank an das Creative Europe Project Life Long Burning – Futures Lost and Found für die Unterstützung als Creative Crossroads Artist 2025–2026
WUK performing arts
Währinger Straße 59, 1090 Wien
Am Sa. 28.03. findet um 17:30 Closing Cocktail hosted by Elena Lach & Ema Benčíková statt.
Content Notes
Die Performance verwendet Darstellung von Nacktheit.
Zudem kommen Theaternebel, Stroboskop-Effekte, laute Musik und E-Zigaretten zum Einsatz.
barrierefrei
Nordwestbahnstraße 8-10, 1200 Wien
U-Bahn: U1, U2 (Praterstern), U4 (Friedensbrücke), U6 (Dresdnerstraße) Tram: 5 (Nordwestbahnstraße) Bus: 5A (Wasnergasse)
barrierefrei
nicht barrierefrei
Zieglergasse 25, 1070 Wien
U-Bahn: U3 (Zieglergasse), Tram: 49 (Westbahnstraße / Zieglergasse)
nicht barrierefrei
nicht barrierefrei
Eyzinggasse 12, 1110 Wien
U-Bahn: U3 (Gasometer) Bus: 72A (Gasometer), 76A, 76B (Simoningplatz)
nicht barrierefrei
barrierefrei
Währinger Straße 59, 1090 Wien
U-Bahn: U6 (Währinger Straße / Volksoper), Tram: 40, 41, 42 (Währinger Straße / Volksoper), 5, 33 (Spitalgasse), 37, 38, 40, 41, 42 (Spitalgasse / Währinger Straße)
barrierefrei
Vogelweidplatz 13, 1150 Wien
U-Bahn: U6 (Burggasse-Stadthalle) / Bus: 48A (Moeringgasse) / Tram: 9 (Camillo Sitte Gasse)