Amanda Piña / Studio Fortuna Ancient Future Climate Bodies
Veranstaltungsinformationen
Ancient Future Climate Bodies ist eine One-to-One-Klangperformance für zwei Besucher:innen, die sich kennen oder erstmals begegnen. Sie folgen Frequenzen und Erzählungen, die unerwartete Begegnungen schaffen und neue Zugänge zu Körperlichkeit eröffnen. Über Berühren, Sehen und Riechen erforscht die Arbeit den Körper als Teil eines größeren Geflechts lebendiger Beziehungen und erkundet Anpassungen an den Klimawandel aus einer verkörperten, dekolonialen und postnaturalistischen Perspektive.
Eingebettet in eine Installation aus handgewebten Textilien, Röhren aus Rattan, Licht, Wasser, Klang und Rauch betreten die Besucher:innen von Ancient Future Climate Bodies einen sorgfältig komponierten, sinnlichen Raum, in dem Zuhören zu einer Form der Beziehung wird.
Indem sich die Aufmerksamkeit auf Berührung, Sehen, Riechen und Hören richtet, versteht die Arbeit den Körper nicht als isoliertes Individuum, sondern als durchlässige Konstellation von Beziehungen.
Ausgehend von dekolonialen Perspektiven, indigenen Ontologien und multinaturalem Denken treten unterschiedliche Kosmologien hervor, in denen Flüsse, Meere, Quellen, Regen und unterirdische Wasser als lebendige Wesen und nicht als bloße Ressourcen verstanden werden. Die Performance erforscht Wasser als Medium von Erinnerung, Transformation und Verwandtschaft. Dasselbe Wasser, das durch Landschaften fließt, zirkuliert durch unsere Körper, löst die Grenzen zwischen Selbst und Umwelt auf und verbindet uns mit Zeitlichkeiten, die weit über die menschliche Lebensspanne hinausreichen. Flüssigkeiten werden in diesem Sinne zu Archiven anzestralen Wissens, des Austauschs und eines fortwährenden Werdens.
Durch eine intime Choreografie der Wahrnehmung werden die Besucher:innen eingeladen, Formen der Aufmerksamkeit einzuüben, die das Sein vor das Tun, das Ruhen vor das Arbeiten und das Spüren vor das Verstehen stellen.
Ancient Future Climate Bodies entfaltet sich als ein stilles Ritual des Zuhörens, das die Sinne auf wechselseitige Verbundenheit ausrichtet und die Besucher:innen dazu einlädt, sich selbst auf andere Weise zu erfahren.
Termine & Tickets
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16. OktFr16:00–18:00
Verschiedene TimeslotsKein NacheinlassVergangene Veranstaltung -
17. OktSa17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein NacheinlassVergangene Veranstaltung
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18. OktSo17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
22. OktDo17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
23. OktFr17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
24. OktSa17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
25. OktSo17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
30. OktFr17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
31. OktSa17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
02. NovMo17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
03. NovDi17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
04. NovMi17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
11. NovMi17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
12. NovDo17:00–21:00
Verschiedene TimeslotsKein Nacheinlass -
13. NovFr17:00–20:00
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Medien
„Vielleicht besteht der radikalste Akt unserer Zeit nicht darin, etwas zu zerstören, sondern darin, zu heilen, fürsorglich zu sein und wiederherzustellen. Warum der Welt noch mehr Gewalt hinzufügen, wenn die Welt bereits zerbrochen ist?“
Abendprogramm
Beteiligte
Credits
Künstlerische Leitung, Text, Stimme und Textilskulpturen: Amanda Piña / Studio Fortuna
Integrales Design: Michel Jiménez
Videoschnitt und Sounddesign: Michel Jiménez
Performer:innen im Film: Darstellung von Yemanjá: Layza da Rocha Soares / Tambores de Olokun; Darstellung von Oyá: Nyandra Fernández
Sounddesign Installation: Clara de Asis
Sound/Musik im Film: Bernhard Hammer, Jakob Schneidewind, Piedrra
Originalmusik im Film: O encanto de Yemanja: Adiel Luna und Alexandre Garnizé; Mitwirkung: Tambores de Olokun aus Brasilien
Kostüme: Federico Protto
Iyemanjás Kostüm: Raphael Elias
Jemanjás traditionelle rituelle Kostümelemente und Maske: Traditionelle afro-brasilianische Candomblé-Kostüme
Deutsche Übersetzung des Textes: Amanda Piña, Hanna Steinmair
Produktion: Amanda Piña / Studio Fortuna
Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
Amanda Piña
Amanda Piña ist eine in Wien lebende österreichische Künstlerin mit mexikanischer und chilenischer Herkunft. Ihre choreografische Praxis umfasst Performance, Musik, Video und Skulptur und untersucht Kosmopolitik sowie Beziehungen zwischen unseren Körpern und anderen Körpern, wie beispielsweise Gewässern, der Erde, Tieren und Pflanzen. Ihre in indigenen Wissenssystemen verankerte Arbeit wurde international u. a. im mumok, in der Fondation Cartier, im deSingel, im Museo del Chopo und im GAM Santiago gezeigt. 2024 war sie Valeska-Gert-Gastprofessorin für Choreografie an der Freien Universität Berlin.