Sunggu Hong Raised by the Chronic; Beyond, the Moth
Veranstaltungsinformationen
Wer performt in diesem Raum? Mensch, Maschine, Licht oder sogar die Eingangstür? In dieser Performance teilen sich alle menschlichen und nicht-menschlichen Akteur:innen Zeit und Raum: wartend, bewegend, aufeinander reagierend und sich dabei ständig störend. Aus Fragmenten von Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie entstehen seltsame Momente. Dabei erzählt Sunggu Hong Geschichten über unsere komplexen Beziehungen und das Zusammenleben und stellt dabei die Fragen: Was sind wir? Und wie prägen wir einander?
Wie prägen wir einander im Miteinander?
Das Research-Projekt Raised by the Chronic; Beyond, the Moth beschäftigt sich aus dekolonialer Perspektive mit den komplexen Beziehungen zwischen Menschen und nicht-menschlichen Akteur:innen.
Sunggu Hong untersucht ein Geflecht gegenseitiger Abhängigkeiten: Wir beeinflussen einander nicht nur durch Liebe und Fürsorge, sondern auch durch Disziplin, Verletzung und Zerstörung. Die Performance betrachtet die vielfältigen Einflüsse, die unser Sein und unser Verhältnis zur Welt formen und befragt kritisch Vorstellungen des Zusammenlebens.
Eine zentrale Referenz der Performance ist Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie. Mit ihren Idealen von Freude und universellem Humanismus hat sie Generationen von Menschen geprägt. Das Hören dieser ikonischen, westlichen Sinfonie am Bahnhof in Seoul führte Sunggu Hong zu der Überlegung: Wie lässt sich diese Sinfonie unter den heutigen, komplexen Bedingungen des Miteinanders neu erzählen?
Sunggu Hong verbindet diese Frage mit Überlegungen zu Erziehung, Verantwortung und Technologie. In einer zunehmend von KI geprägten Gesellschaft befragt Sunggu Hong, wer und was Werte in der Zukunft vermittelt und wie technologische Entwicklung zukünftige Generationen beeinflussen wird.
In Raised by the Chronic; Beyond, the Moth teilen sich Mensch, Maschinen und Objekte Zeit und Raum. So entsteht ein vielschichtiges Bild von Zusammenleben, in dem Verantwortung und Abhängigkeit stets neu ausgehandelt werden.
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Medien
„(...) one cannot ‘unsettle’ the ‘coloniality of power’ without a redescription of the human outside the terms of our present descriptive statement of the human, Man, and its overrepresentation (...).“
Beteiligte
Credits
Konzept & Performance: Sunggu Hong
Dramaturgische Beratung: Asher Ó’Gormán
Bühne & Sound: Sunggu Hong
Musik: Koreanische Musik aus der Zeit der japanischen Kolonialherrschaft
Outside Eye: Stefanie Sourial, Jiyeon Choe, Yi-um collective
Eine Koproduktion von Bears in the Park, brut Wien und WUK performing arts
Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7), dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) und Bildrecht
Unterstützt von Yusu Seogo (유수서고), Akakiko und dem Koreanischen Kulturzentrum in Österreich im Rahmen des Programms K_on_temporary
Unterstützt von
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Yusu Seogo
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K on Temporary
Sunggu Hong
Sunggu Hong, geboren in Seoul, arbeitet im Bereich der bildenden und darstellenden Kunst in Wien. Er studierte performative Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. „Beziehung“ ist ein zentrales Konzept in seiner künstlerischen Praxis. Ausgehend davon fragt er, wie wir innerhalb von voneinander abhängigen, verflochtenen und komplexen Beziehungen zusammenleben können/sollen und warum Ausgrenzung und Hass in diesen komplexen Beziehungen entstehen.