12.–13. Nov

Katarína Krupičková & Florentina Ebenbauer To Beauty Behold

12.–13. Nov
Nahaufnahme von zwei Händen, die eine aufgerissene Orange auf einer runden Steinfläche berühren. Die Finger liegen auf der feuchten Schale und dem sichtbaren Fruchtfleisch, einzelne Orangenteile und Saftspuren verteilen sich auf dem Stein. Die Hände wirken glänzend und leicht verschmiert. Der Hintergrund ist stark unscharf, sodass der Fokus ganz auf der Berührung, der Textur der Orange und der Oberfläche des Steins liegt.
Katarína Krupičková & Florentina Ebenbauer – To Beauty Behold
© Hirantha Gunathillake

Veranstaltungsinformationen

Preis

22 / 18 / 14 Euro

Dauer

ca. 45 Min.

Sprache

Englisch

Content Notes

Die Solo-Performance To Beauty Behold erforscht, wie Trauer, Akzeptanz und Freude am Dasein zugleich in einem Raum und in einem Menschen bestehen können. Die Bewegungen entfalten sich in Anspannung und Leichtigkeit, wechseln zwischen Traurigkeit, Verletzlichkeit, Wut, Zorn und Humor. Eine Orange als Symbol für Kindheit und Nostalgie verbindet Vergangenheit und Gegenwart. Die Performer:in folgt den Spuren der Trauer – wie sie sich anfühlt, wo sie ihren Platz findet und wie sie sich durch den Körper bewegt.

Was geschieht, wenn Trauer zu groß wird, um sie im Körper zu tragen? Sich durch sie zu bewegen heißt, unbekanntes Terrain zu betreten. Gibt es eine Form des Werdens, die es ermöglicht, dem Verlorenen nahe zu bleiben. 

„Vždy mi na čelo nakreslila krížik, keď sme sa lúčili.“
„Zum Abschied zeichnete sie mir immer ein Kreuz auf die Stirn.“

Der Titel To Beauty Behold geht auf ein Sprichwort zurück: Schönheit zu erkennen, heißt auch zu erkennen, dass man selbst die Schönheit – und ihr Maß – weiter in die Welt trägt. Wie wir sehen, erinnern und anderen begegnen, verändert, was sichtbar wird. Schönheit liegt in den Augen, im Herzen und in den Händen.

„Vždy keď vidím niečo nádherné, spomeniem si na teba.“
„Jedes Mal, wenn ich etwas Schönes sehe, denke ich an dich.“

Schönheit in sich zu tragen heißt, Träume und Hoffnungen nicht aufzugeben – wie den Wunsch, den man einer davongewehten Wimper mitgibt. Hier und jetzt, lebendig, bis man es nicht mehr ist. Und wenn Verlust eintritt, wenn ein lebenswichtiger Mensch verschwindet, zieht ein Sturm auf. Dann bleibt nur, alles zu fühlen, was gefühlt werden will, und es wie Blitz und Donner durch den Körper ziehen zu lassen.

Trauer verändert ihre Gestalt – von erdrückender Schwere zu Wut, von Brutalität zu Momenten des Feierns, zu Funken des Lebens, zur Freude an Bewegung. Der Körper trägt all das bis in Mark und Knochen, die Hände sind voller Blut und Tränen. Man wird zu der Person, die diesen Schmerz durchlebt hat. Keinen Schritt kann man überspringen, keinen Stein auslassen. Der einzige Weg führt geradewegs hindurch.

„Wenn ich du sage, meine ich eigentlich ich.“

Termine

  • 12. Nov
    Do
    20:30
  • 13. Nov
    Fr
    20:30

Medien

Beteiligte

Credits

Choreografie, Konzept & Performance: Katarína Krupičková
Sounddesign: Florentina Satu Ebenbauer
Kostümdesign: Mia Trotz
Lichtdesign: Martin Schwab
Outside Eye: Minjung Sung

Eine Koproduktion von Bears in the Park, brut Wien und WUK performing arts
Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) und dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS)

Katarína Krupičková

Katarína Krupičková (they/them) ist Tänzer:in aus der Slowakei und studierte an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Dey arbeitete mit Künstler:innen wie Hannes Langolf, Johannes Wieland, Ryan Mason, Stella Zannou und Jianan Qu zusammen und war bei Festivals wie The non-fungible body? im OK – Zentrum für Gegenwartskunst Linz (2022) und dem Camping Asia Festival in Taipeh (2023) zu sehen. Katarína Krupičkovás Arbeit verbindet Tanz, Spoken Word und Performance.

Florentina Satu Ebenbauer

Florentina Satu Ebenbauer studiert Jazz und improvisierte Musik an der Anton Bruckner Privatuniversität mit dem Schwerpunkt Studiotechnik und Producing. Sie ist Teil des Trios Brigött*innen, die ihre Debüt-EP Mantis im Winter 2025 veröffentlichten. Zusätzlich dazu leitet sie ihr eigenes Bandprojekt SATU. Als Künstlerin arbeitet sie viel und gerne interdisziplinär mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit mit Tänzer:innen.

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