Elisabeth Bakambamba Tambwe HIDING THIS PALE OBJECT OF DESIRE, A PLEASURE
Veranstaltungsinformationen
Die Performance HIDING THIS PALE OBJECT OF DESIRE, A PLEASURE verbindet Bewegungen, Bilder und Klänge und setzt sie in neue Kontexte. Alltägliche Gegenstände wie ein Tisch oder ein Stuhl werden zum Experimentieren über Alltag, Sexualität und Intimität genutzt. Im Zentrum der Erkundung steht der Mund. Handlungen werden wiederholt und verändert. Sie erfüllen nicht mehr ihre übliche Funktion und erhalten verschiedene Bedeutungen. Was wir auf der Bühne sehen, ist nie ganz eindeutig und eröffnet ständig neue Assoziationen.
Ein Tisch. Ein Mund. Materialien, die bis zur Erschöpfung bearbeitet werden, dort, wo die Grenzen zwischen Alltag und Kochen, Intimität und Sexualität aufbrechen.
Die Performance HIDING THIS PALE OBJECT OF DESIRE, A PLEASURE greift Gesten aus dem Kochen auf – Zerdrücken, Kauen, Verstreichen – und verschiebt sie in andere Kontexte. Dabei gerät der Rhythmus konstant ins Stocken, Handlungen überlagern sich und verlieren jede erkennbare Zweckbestimmung.
Was zum Essen gehören könnte, verschiebt sich in neue, ambivalente Zusammenhänge. Das Gesehene ist nie eindeutig, Bilder haften an Oberflächen und fragmentierte Eindrücke fordern das Publikum heraus, sich in verschiedenen Perspektiven zurechtzufinden und Bruchstücke zusammenzusetzen.
Gleichzeitig rückt die Klangwelt die Zuschauer:innen in unmittelbare Nähe dessen, was auf der Bühne vor sich geht: Bedeutungen und Referenzen überlagern sich. Das Gehörte entzieht sich einer eindeutigen Zuordnung zu einem einzelnen Kontext.
HIDING THIS PALE OBJECT OF DESIRE, A PLEASURE zielt nicht auf Klärung ab, sondern darauf, einen Zustand der Reibung zwischen zweckgebundener Geste und Exzess, zwischen Anziehung und Unbehagen aufrechtzuerhalten.
Termine & Tickets
Medien
Beteiligte
Credits
Künstlerische Leitung, Konzept, Kostüme und Performance: Elisabeth Bakambamba Tambwe
Videoassistenz und Bühne: David Pujadas Bosch
Musik- und Sound-Komposition: Ursula Winterauer
Licht-Design: Sveta Schwin
Elisabeth Bakambamba Tambwe
Elisabeth Bakambamba Tambwe wurde in Kinshasa geboren und wuchs in Frankreich auf, wo sie bildende Kunst und Bildhauerei studierte. In ihrer choreografischen Arbeit beschäftigt sich die Künstlerin mit der sensiblen und fragilen Dimension des Körpers und dem Konzept von Normalität, das sie als tyrannisch und erniedrigend kritisiert. Ihre letzten Arbeiten wurden u. a. bei den Wiener Festwochen, beim steirischen herbst, im brut Wien, beim donaufestival, bei ImPulsTanz und bei Afro_Vibes Amsterdam gezeigt. www.elitambwe.com