Bita Bell Our Moon Never Stops

18. Dez
Vor einem großen, goldglänzenden Stoff bewegen sich mehrere Personen in unterschiedlichen Ebenen. Im Vordergrund kniet eine Person am Boden; ein transparentes hellrosa Tuch verwischt durch schnelle Bewegung vor dem Körper. Links beugt sich eine Person in einem roten Oberteil über goldenen Stoff, rechts steht eine Person in dunkler Kleidung und hält weiteres Goldmaterial. Die warme Beleuchtung und die Bewegungsunschärfe geben der Szene etwas Weiches, Körperliches und fließendes.
Bita Bell – Our Moon Never Stops
© Flora Boros & Kenneth Constance Loe

Veranstaltungsinformationen

Preis

Pay as you can

Dauer

30–35 Min.

Sprache

Englisch, Persisch, Spanisch und Deutsch

 Our Moon Never Stops ist ein Gruppenstück, das Hoffnung als körperliche und imaginative Ressource erforscht – als eine Kraft, die Solidarität und Überleben ermöglicht. Im Vertrauen auf Zyklen der Veränderung folgt die Arbeit den Bewegungsimpulsen des Körpers, auch in Momenten von Trauer, und verbindet sie mit den Rhythmen der Welt. Wie der Mond sich unaufhörlich wandelt und trotzdem immer wiederkehrt, finden auch Körper, Stimmen und Bewegungen in der Wiederholung erneut neu zueinander. Vier Performer:innen begegnen der ungewissen Zukunft als produktiver Kraft, entwickeln ein gemeinsames Manifest und schaffen ein vielstimmiges Miteinander.

Our Moon Never Stops macht Hoffnung als verkörperte Praxis erfahrbar und löst sie vom Bild des passiven Optimismus. In einer Welt voller Zerstörung und Leid gibt Hoffnung die Kraft, sich der Realität zu stellen und zugleich offen zu bleiben für das, was entstehen kann. Die Ungewissheit der Zukunft ist beängstigend, schafft aber auch Raum, gemeinsam zu handeln.

Durch Atemzyklen, Klangflächen, Bewegungssequenzen und poetische Sprache wachsen vier Performer:innen zu einem vielstimmigen Chor. Aus wiederkehrenden Klang- und Bewegungsmustern weben sie einen gemeinsamen Raum. Der Atem wird dabei Methode und Metapher zugleich – „Hoffnung hat einen langen Atem“ (Rebecca Solnit). Körper füllen sich mit Luft, halten an und lassen los; so entstehen Rhythmen der Verbundenheit, Mut wird trainiert – „Mut ist ein Muskel“ (Renee Sills).

Ausgehend von der künstlerischen Forschung a dance manifesto of hope and fury greift die Performance die gemeinsame Sprache indigener Kreistänze auf. Hand in Hand und in ihrer Verschiedenheit verbunden entwickeln die Performer:innen Formen des Zusammenseins, die Solidarität und kollektive Präsenz spürbar machen.

Our Moon Never Stops begreift Trauer, Wut und Hoffnung als Kräfte, die nebeneinander bestehen können. Die Performance lädt ihr Publikum ein, nicht nur zuzusehen, sondern mitzuatmen, zu spüren, sich eine Zukunft vorzustellen und mitzutragen, die von Solidarität statt von Trennung geprägt ist.

Termine & Tickets

Medien

Vor einem großen, goldglänzenden Stoff bewegen sich mehrere Personen in unterschiedlichen Ebenen. Im Vordergrund kniet eine Person am Boden; ein transparentes hellrosa Tuch verwischt durch schnelle Bewegung vor dem Körper. Links beugt sich eine Person in einem roten Oberteil über goldenen Stoff, rechts steht eine Person in dunkler Kleidung und hält weiteres Goldmaterial. Die warme Beleuchtung und die Bewegungsunschärfe geben der Szene etwas Weiches, Körperliches und fließendes.
Bita Bell – Our Moon Never Stops
© Flora Boros & Kenneth Constance Loe
In einem schlichten Bühnenraum arbeiten mehrere Personen am Boden vor einem großen, goldglänzenden Stoff, der wie ein hoher Vorhang an der Wand hängt. Eine Person in einem roten Oberteil steht links und berührt den Stoff, während andere Personen davor knien, liegen oder sich nach unten beugen. Warmes Licht von zwei Scheinwerfern fällt auf den goldenen Stoff und den reflektierenden schwarzen Boden. Die Szene wirkt wie ein konzentrierter Aufbau oder eine gemeinsame performative Handlung.
Bita Bell – Our Moon Never Stops
© Flora Boros & Kenneth Constance Loe
Drei Personen stehen nah beieinander vor einem großen, goldglänzenden Stoff, der an der Wand hängt und sich auf dem Boden ausbreitet. In der Mitte steht eine Person in einem roten Oberteil, rechts eine Person in dunkler Kleidung, links ist eine weitere Person nur teilweise zu sehen. Die Personen scheinen einander anzusehen oder miteinander in Austausch zu sein. Zwei helle Scheinwerfer leuchten von oben, der goldene Stoff reflektiert das warme Licht.
Bita Bell – Our Moon Never Stops
© Flora Boros & Kenneth Constance Loe
In einem kleinen, hell beleuchteten Bühnenraum spielt links im unscharfen Vordergrund eine Person Querflöte. Die Person trägt eine flauschige hellblaue Jacke und dunkle Kleidung. Im Hintergrund liegen und knien drei weitere Personen nahe an einem großen, goldglänzenden Stoff, der wie ein Vorhang von der Wand bis auf den Boden fällt. Der schwarze Bühnenboden reflektiert das warme Licht. Die Szene wirkt ruhig, konzentriert und zugleich performativ.
Bita Bell – Our Moon Never Stops
© Flora Boros & Kenneth Constance Loe
Eine Person in einer flauschigen hellblauen Jacke steht mit dem Rücken zur Kamera und spielt Querflöte. Vor ihr hängt ein großer goldener Stoff von der Wand herab und liegt teilweise auf dem Boden. Links sitzt eine weitere Person am Boden und hält oder ordnet ein helles Tuch. Rechts liegt ein großes, glänzendes Goldobjekt am Boden. Die Bühne ist schlicht, mit weißen Wänden, schwarzem Boden, Scheinwerfern und einem Mikrofonständer.
Bita Bell – Our Moon Never Stops
© Flora Boros & Kenneth Constance Loe
Vier Personen bewegen sich in einer Reihe durch einen kleinen Bühnenraum. Die Aufnahme ist stark verwischt und vermittelt schnelle Bewegung. Links ist eine Person in einer flauschigen hellblauen Jacke zu sehen, daneben eine Person in einem roten Oberteil, eine dunkel gekleidete Person und eine Person mit hellem Tuch über den Schultern. Rechts hängt ein großer, goldglänzender Stoff von der Wand bis auf den Boden. Die Szene wirkt dynamisch, flüchtig und tänzerisch.
Bita Bell – Our Moon Never Stops
© Flora Boros & Kenneth Constance Loe

Beteiligte

Credits

Künstlerische Leitung & Choreografie: Bita Bell
Performance: Bita Bell, Daniela Hernandez Flores, Rey Molina Joichl, Tahereh Nourani
Installation: Guadalupe Aldrete
Live-Musik: Tahereh Nourani mit Ko-Komposition von Bita Bell
Lichtdesign: Yasemin Duru
Produktion: Art Beats Production by Maria Herold

Eine Koproduktion von Verein für Kunst und Ausgleich und brut Wien
Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
Unterstützt von Im_flieger Schule Artistic Research 2025

Bita Bell

Bita Bell (sie/dey) ist Tanzkünstlerin, Autorin und Komponistin mit einem Bachelor in Musikkomposition und einem Master of Fine Arts in Tanz und lebt seit 2020 in Wien. Ihre Praxis basiert auf dem Konzept des Körpers als Archiv und untersucht die Schnittstellen von kollektivem Gedächtnis und individueller Erzählung. Sie war Fellow für Artistic Research im Büchsenhausen Program for Art and Theory in Innsbruck sowie an der THIRD DAS Graduate School in Amsterdam. 2024 erhielt sie das danceWEB-Stipendium. Ihr Performanceprojekt The Sun Is Gone feierte 2025 Premiere in Koproduktion mit dem Tanzquartier Wien.

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