Bita Bell Our Moon Never Stops
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Our Moon Never Stops ist ein Gruppenstück, das Hoffnung als körperliche und imaginative Ressource erforscht – als eine Kraft, die Solidarität und Überleben ermöglicht. Im Vertrauen auf Zyklen der Veränderung folgt die Arbeit den Bewegungsimpulsen des Körpers, auch in Momenten von Trauer, und verbindet sie mit den Rhythmen der Welt. Wie der Mond sich unaufhörlich wandelt und trotzdem immer wiederkehrt, finden auch Körper, Stimmen und Bewegungen in der Wiederholung erneut neu zueinander. Vier Performer:innen begegnen der ungewissen Zukunft als produktiver Kraft, entwickeln ein gemeinsames Manifest und schaffen ein vielstimmiges Miteinander.
Our Moon Never Stops macht Hoffnung als verkörperte Praxis erfahrbar und löst sie vom Bild des passiven Optimismus. In einer Welt voller Zerstörung und Leid gibt Hoffnung die Kraft, sich der Realität zu stellen und zugleich offen zu bleiben für das, was entstehen kann. Die Ungewissheit der Zukunft ist beängstigend, schafft aber auch Raum, gemeinsam zu handeln.
Durch Atemzyklen, Klangflächen, Bewegungssequenzen und poetische Sprache wachsen vier Performer:innen zu einem vielstimmigen Chor. Aus wiederkehrenden Klang- und Bewegungsmustern weben sie einen gemeinsamen Raum. Der Atem wird dabei Methode und Metapher zugleich – „Hoffnung hat einen langen Atem“ (Rebecca Solnit). Körper füllen sich mit Luft, halten an und lassen los; so entstehen Rhythmen der Verbundenheit, Mut wird trainiert – „Mut ist ein Muskel“ (Renee Sills).
Ausgehend von der künstlerischen Forschung a dance manifesto of hope and fury greift die Performance die gemeinsame Sprache indigener Kreistänze auf. Hand in Hand und in ihrer Verschiedenheit verbunden entwickeln die Performer:innen Formen des Zusammenseins, die Solidarität und kollektive Präsenz spürbar machen.
Our Moon Never Stops begreift Trauer, Wut und Hoffnung als Kräfte, die nebeneinander bestehen können. Die Performance lädt ihr Publikum ein, nicht nur zuzusehen, sondern mitzuatmen, zu spüren, sich eine Zukunft vorzustellen und mitzutragen, die von Solidarität statt von Trennung geprägt ist.
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Beteiligte
Credits
Künstlerische Leitung & Choreografie: Bita Bell
Performance: Bita Bell, Daniela Hernandez Flores, Rey Molina Joichl, Tahereh Nourani
Installation: Guadalupe Aldrete
Live-Musik: Tahereh Nourani mit Ko-Komposition von Bita Bell
Lichtdesign: Yasemin Duru
Produktion: Art Beats Production by Maria Herold
Eine Koproduktion von Verein für Kunst und Ausgleich und brut Wien
Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7)
Unterstützt von Im_flieger Schule Artistic Research 2025
Bita Bell
Bita Bell (sie/dey) ist Tanzkünstlerin, Autorin und Komponistin mit einem Bachelor in Musikkomposition und einem Master of Fine Arts in Tanz und lebt seit 2020 in Wien. Ihre Praxis basiert auf dem Konzept des Körpers als Archiv und untersucht die Schnittstellen von kollektivem Gedächtnis und individueller Erzählung. Sie war Fellow für Artistic Research im Büchsenhausen Program for Art and Theory in Innsbruck sowie an der THIRD DAS Graduate School in Amsterdam. 2024 erhielt sie das danceWEB-Stipendium. Ihr Performanceprojekt The Sun Is Gone feierte 2025 Premiere in Koproduktion mit dem Tanzquartier Wien.