Projekte im Stadtraum

Unter dem Label brut+ werden seit der Spielzeit 2015/16 vermehrt Projekte im öffentlichen Raum und im direkten Austausch mit der Stadt initiiert. Neue Orte werden dabei als Spielstätten erschlossen, das Spektrum kann von leer stehenden Ladenlokalen oder Gemeindesälen bis hin zu Parkplätzen, peripheren Industriegebieten oder Kirchen reichen. Zudem wird brut vermehrt Kooperationen mit verschiedenen (Kunst-)Institutionen in Wien eingehen.

 

Mit ortsspezifischen Projekten außerhalb des Theaters zielt brut darauf, vielfältige Bezüge zu neuen Räumen und AkteurInnen der Stadt herzustellen, Menschen einzubeziehen und Möglichkeiten für Austausch und Kommunikation jenseits der gewohnten Umgebung und etablierter Publikumsschichten zu schaffen. brut+ Projekte eröffnen die Möglichkeit, verstärkt auf ihr Umfeld, auf die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen, politischen oder historischen Dimensionen eines Ortes zu reagieren, sich mit den Menschen und den Bedingungen vor Ort auseinanderzusetzen und aktuelle Fragen zu adressieren. Es können alternative und neue Formen der Öffentlichkeit in einem Stadtraum entstehen, der zunehmend Gefahr läuft, sich einseitig auf Konsum auszurichten. Auch streben die ortsspezifischen Projekte eine Erprobung neuer Kunst- und Darstellungsformate an, die etwa den Fokus von der Kunstproduktion und -präsentation hin zu einem gemeinsamen Prozess der Rezeption und Kommunikation verlagern können. Kunst wird über die Grenzen der Kunstinstitution hinaus verschoben, bietet alternative Zugänge und eröffnet neue Kommunikationsräume.

, © Nelly Rodriguez

mercimax - AUTOBALLETT

 

Seit der Saison 2015/16 wurden bereits einige brut+ Projekte realisiert. Die Schweizer Gruppe mercimax lud beispielsweise das Publikum zum AUTOBALLETT ein. Ann Liv Young und Marino Formenti zeigten sich in 2 become 1 in zwei Ladenlokalen im zweiten Bezirk von einer ganz neuen Seite in intimen One-to-One-Sessions und Krööt Juurak und Alex Bailey boten Performances für Hunde und Katzen in deren gewohnter, häuslicher Umgebung an. 

 

 

Auch in der kommenden Spielzeit 2017/18 wird es wieder spannende und interessante brut+ Projekte geben. Den Start macht die Gruppe Nesterval, die in ein leerstehendes Gebäude am Gellertplatz im zehnten Bezirk einladen und das Publikum mit Nesterval's Dirty Faust in ein immersives Abenteuer rund um den Tod zweier Hotelangestellter einbeziehen. Im November laden MONSTERFRAU und Crystal Distorition zur Tekno-Oper TEK MATER in die Grelle Forelle und im Dezember ist das Publikum im Volkskundemuseum beim Tanzstück Chesterfield von Alix Eynaudi zu Gast.

November 2018
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Aktuelle Spielorte

brut im Volkskundemuseum Wien

Laudongasse 15-19, 1080 Wien
Tram: 5, 33 (Laudongasse, Lange Gasse), 43, 44 (Lange Gasse), Bus: 13A (Laudongasse)

studio brut, Zieglergasse 25, 1070 Wien

Zieglergasse 25, 1070 Wien
U-Bahn: U3 (Zieglergasse), Tram: 49 (Westbahnstraße / Zieglergasse)

November 2018
Bring your own booze
November 2018
Theater im Bahnhof
ZU GAST – ein Talkshowkonzentrat mit Pia Hierzegger und Gästen
November 2018
Julie Pfleiderer & Ictus Ensemble
SAFE
Dezember 2018
Die Rabtaldirndln
Böse Frauen

brut in der Buschenschank Stift St. Peter, Rupertusplatz 5, 1170 Wien

Rupertusplatz 5, 1170 Wien
Tram 43, Haltestelle Dornbacherstraße oder Bus 44A, Haltestelle Heuberggasse

Oktober - November 2018
Nesterval
Das Dorf

brut im Stadtkino

Akademiestraße 13, 1010 Wien
Haltestelle Karlsplatz/Oper

brut im Zentrum für Public Health und Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie

Kinderspitalgasse 15, 1090 Wien
U-Bahn: U6 (Alserstraße) Tram: 43 (Alserstraße), 44 (Hernalser Gürtel)

brut im Opera Club

Mahlerstraße 11, 1010 Wien
U-Bahn: U1, U2, U4 (Karlsplatz), Tram: 1, 2, 71, D, 62 (Oper/Karlsplatz) Bus: 2A, 59A (Oper/Karlsplatz)

brut in der Nordbahn-Halle

Leystraße 157, 1020 Wien
U-Bahn: U1 (Vorgartenstraße), Tram: 2 (Innstraße), Bus: 11A, 11B (Holubstraße)

November 2018
Fanni Futterknecht
WE WILL NOT LET YOU GO

brut im Odeon

Taborstraße 10, 1020 Wien
U-Bahn: U1, U4 (Schwedenplatz) Tram: 2 (Gredlerstraße)

Dezember 2018
Simon Mayer mit Matteo Haitzmann und Sixtus Preiss
Requiem

brut im AIL Angewandte Innovation Lab

Franz-Josefs-Kai 3, 1010 Wien
U-Bahn: U1, U4 (Schwedenplatz) Tram: 1, 2 (Julius-Raab-Platz)

Dezember 2018
Kuratiert von Lucie Strecker, Klaus Spiess und Jens Hauser
Applied Microperformativity: Live Arts for a Radical Socio-Economic Turn

Gewächshaus in der Nordmanngasse

Nordmanngasse 60, 1210 Wien
Tram: 25, 26 (Fultonstraße) Bitte öffentlich anreisen, vor Ort keine Parkmöglichkeit.