Projekte im Stadtraum

Unter dem Label brut+ werden seit der Spielzeit 2015/16 vermehrt Projekte im öffentlichen Raum und im direkten Austausch mit der Stadt initiiert. Neue Orte werden dabei als Spielstätten erschlossen, das Spektrum kann von leer stehenden Ladenlokalen oder Gemeindesälen bis hin zu Parkplätzen, peripheren Industriegebieten oder Kirchen reichen. Zudem wird brut vermehrt Kooperationen mit verschiedenen (Kunst-)Institutionen in Wien eingehen. Im November gibt es beispielsweise eine erste Kooperation mit der Kunsthalle Exnergasse.

 

Mit ortsspezifischen Projekten außerhalb des Theaters zielt brut darauf, vielfältige Bezüge zu neuen Räumen und AkteurInnen der Stadt herzustellen, Menschen einzubeziehen und Möglichkeiten für Austausch und Kommunikation jenseits der gewohnten Umgebung und etablierter Publikumsschichten zu schaffen. brut+ Projekte eröffnen die Möglichkeit, verstärkt auf ihr Umfeld, auf die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen, politischen oder historischen Dimensionen eines Ortes zu reagieren, sich mit den Menschen und den Bedingungen vor Ort auseinanderzusetzen und aktuelle Fragen zu adressieren. Es können alternative und neue Formen der Öffentlichkeit in einem Stadtraum entstehen, der zunehmend Gefahr läuft, sich einseitig auf Konsum auszurichten. Auch streben die ortsspezifischen Projekte eine Erprobung neuer Kunst- und Darstellungsformate an, die etwa den Fokus von der Kunstproduktion und -präsentation hin zu einem gemeinsamen Prozess der Rezeption und Kommunikation verlagern können. Kunst wird über die Grenzen der Kunstinstitution hinaus verschoben, bietet alternative Zugänge und eröffnet neue Kommunikationsräume.

, © Nelly Rodriguez

mercimax - AUTOBALLETT

 

In der vergangenen Spielzeit wurden bereits einige brut+ Projekte realisiert. Die Schweizer Gruppe mercimax lud das Publikum zum AUTOBALLETT ein. Ann Liv Young und Marino Formenti zeigten sich in 2 become 1 in zwei Ladenlokalen im zweiten Bezirk von einer ganz neuen Seite in intimen One-to-One-Sessions und Krööt Juurak und Alex Bailey boten Performances für Hunde und Katzen in deren gewohnter, häuslicher Umgebung an. 

 

 

Auch in der kommenden Spielzeit 2016/17 wird es wieder spannende und interessante brut+ Projekte geben. Den Start macht die Gruppe Rimini Protokoll, die in Wiener Privatwohnungen einladen, um in Hausbesuch Europa mit dem Publikum ein Spiel zum Thema Europa zu spielen. Ebenfalls im Oktober sind irreality.tv im 15. Gemeindebezirk vor Ort und lassen gemeinsam mit PassantInnen und Interessierten Wagners Ring neu verwirklichen. Im November dann gibt es Besuche in Wiener Ateliers mit den Rabtaldirndln und dem Grazer Theater im Bahnhof.

Mai 2017
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