hoelb/hoeb

LOST_INN. staging grief

Eine gelenkte Spurensuche durch die Trauer- und Erinnerungskultur

brut
Performance / Installation Uraufführung in deutscher Sprache
{Trauer} {Empathie} {Begegnung}

 

, © hoelb/hoeb

hoelb/hoeb - LOST_INN. staging grief

, © Harun Farocki, 2007

Kunstwerk "Übertragung", zu sehen in der Ausstellung

, © hoelb/hoeb

hoelb/hoeb - LOST_INN. staging grief

, © Harun Farocki, 2007

Kunstwerk "Übertragung", zu sehen in der Ausstellung

, © hoelb/hoeb

hoelb/hoeb - LOST_INN. staging grief

, © Yuval Hameiri, 2012

Videostill: "I Think This ist he Closest to How the Footage Looked", Video zu sehen in der Ausstellung

, © hoelb/hoeb

hoelb/hoeb - LOST_INN. staging grief

, © hoelb/hoeb

hoelb/hoeb - LOST_INN. staging grief

LOST_INN. staging grief ist eine begehbare Installation zum Thema Trauer. Das Ausstellungsprojekt verwandelt brut vier Tage lang in einen Resonanzraum für das Thema Verlust. Das Publikum kann sich frei zwischen Kunstwerken und Objekten zum Thema Tod und Trauer bewegen und mit „ExpertInnen des Alltags“ ins Gespräch kommen. SeelsorgerInnen aus Krankenhäusern, Hospizen, Bestattungsunternehmen, Kirchen, Moscheen und der Ethikkommission erzählen von ihrer alltäglichen Praxis und diskutieren mit dem Publikum.

LOST_INN. staging grief ist eine Spurensuche in der Trauer- und Erinnerungskultur. Ausgehend von persönlichen Begegnungen in Hospiz- und Palliativstationen beschäftigen sich hoelb/hoeb mit der Beschaffenheit von Trauer- und Abschiedsräumen. Sie stellen die Frage nach aktuellen Ausdrucksformen von Trauer, nach Ritualen und Solidaritäten in der Gesellschaft. Welche Rituale betten den persönlichen Verlust in ein kollektives Handeln ein? hoelb/hoeb entwickeln eine Dramaturgie räumlicher Konflikt- und Erfahrungssituationen, in der jeder seine persönlichen Verlusterfahrungen reflektieren kann – in der Konfrontation mit dem Unheimlichen, dem Absoluten, dem potenziellen Verlust und dem jeweils subjektiven Potenzial an Empathiefähigkeit.

Seit 2000 arbeiten Barbara Hölbling und Mario Höber unter dem Namen hoelb/hoeb als Künstlerduo zusammen. In ihrer Arbeit konzentrieren sie sich auf inter- und transdisziplinäre Projekte, die Kommunikationsräume schaffen. So zuletzt etwa bei ihrem Projekt training im brut, das sich mit physischen Transformationsprozessen und Körperbildern an der Schnittstelle von Mensch, Tier und Robotik auseinandersetzte.

Öffnungszeiten der Ausstellung

(Während der gesamten Öffnungszeiten sind alle Beteiligten und ExpertInnen immer vor Ort und stehen für persönliche Gespräche für das Publikum im Ausstellungsraum zur Verfügung.)

Donnerstag, 12.01., 19 Uhr bis 21.30 Uhr
19 Uhr: Eröffnung
20.30 Uhr: Führung

Freitag, 13.01., 16.30 Uhr bis 21.30 Uhr
17 Uhr & 20.30 Uhr: Führungen

Samstag, 14.01.; 16.30 Uhr bis 21.30 Uhr
17 Uhr & 20.30 Uhr: Führungen

Sonntag, 15.01.,15 Uhr bis 20 Uhr

16 Uhr: Führung

17 Uhr:  LOST_Inn – Versuche, Trauer und Verlust zur Sprache zu bringen - Gesprächsrunde mit Beteiligten aus Kunst und sozialer Praxis. Diskussion mit Filmemacherin und Hebamme Katja Baumgarten, Jurist und Bestattungsunternehmer Herwig Bichler, Geschäftsführerin der Care-Ring GmbH Natalie Lottersberger und Friedl Nussbaumer, Graphik-Designer und Gründer des „Names Project Wien – der österreichische AIDS-Memorial-Quilt“. Moderiert von Anja Quickert, Journalistin und Geschäftsführerin der internationalen Heiner Müller Gesellschaft. Weitere Informationen zur Gesprächsrunde

18 Uhr: Abschließende Gedanken zum Projekt von Thomas Macho, Philosoph und Professor für Kulturgeschichte.

 

KünstlerInnen der Ausstellung

Katja Baumgarten, Jörg Brüggemann, Bas Jan Ader, Julius Deutschbauer, Christian Eisenberger, Olafur Eliasson, Harun Farocki, Tone Fink, Jakob Gasteiger, Amy und Ryan Green, Yuval Hameiri, Maika Knoblich & Hendrik Quast, Jakob Kolding, Peter Liechti, Robert Longo, Boris Mikhailov, Friedl Nussbaumer, Florian Pumhösl, Markus Schinwald, Rudi Stanzl, Gisela Stiegler, Elisabeth Zahnd-Legnazzi, Zweintopf

ExpertInnen und PerformerInnen vor Ort

Sibylle Bader (Architekturvermittlerin), Herwig Bichler (Bestatter und Jurist), Caroline Dorn (Astrophysikerin), Nina Hömberg (Sonderpädagogin, Inklusionsforscherin), Peter Hosak (Psychotherapeut), Trautgundis Kaiba (Palliativmedizinerin), Maria Keil (Kulturwissenschaftlerin), Karin und Christian Kruschinski (Umweltsystemwissenschaftlerin, Diplomkrankenpfleger), Margit Leuthold, Pfarrerin (Leitung und Ausbildung in der Klinischen Seelsorge EKH und AKH Wien), Natalie Lottersberger (DGKP und Geschäftsführerin der Care-Ring GmbH, Gesundheits- und Krankenschwester), Mellitta Markon (ehem. Altenpflegerin), Christoph Martin (Theologe, Philosoph, freier Journalist), Traude Mlczoch (ehem. Allgemeinmedizinerin, ehrenamtliche Seelsorgerin), Johannes Mlczoch (Internist, Kardiologe, Koordinator Palliativteam), Friedl Nussbaumer (Graphik-Designer, Gründer „Names Project“), Gerlinde Ofner (Gesundheits- und Krankenschwester, Kunsttherapeutin), Martin Peichl (Germanist und Anglist) Rosemarie Pilz (Autorin, Internet-Performerin),  Sonja Russ (psychologische Beratung in Sterbe- und Trauerbegleitung), Stephanie Winter (wissenschaftliche Mitarbeiterin und Forscherin zu Lebens- und Sterbebegleitung), Brigitte Zika-Holoubek (Mitgründerin „Names Project“, Betreuung von an Aids Erkrankten).

Credits

Raum/Setting hoelb/hoeb Philosophie/Diskurs Thomas Macho Dramaturgie/Performance Anja Quickert Künstlerische Assistenz Andreas Karl

Eine Koproduktion von hoelb/hoeb und brut Wien. Gefördert von der Stadt Wien (MA7). Mit freundlicher Unterstützung: REHATRONIC, Arjohuntleigh, Kada Design, Hilde Umdasch Haus, Bestattung Unschwarz (Innsbruck, Villach, Vaduz), Bestattung Himmelblau (Wien), Bestattung Gerobel (Wiener Neustadt), Bestattung Der Fährmann (Telfs, Imst), Bestattung Orchidee (Mistelbach), Psychologische Beratung/Praxis Sonja Russ (Wien), Urnenhain Urfahr/Linz AG;

Termine & Tickets

Jänner 2017

Do. 12.01.2017, 19:00 - 21:30
brut 10 € / 8 € / 6 €

Fr. 13.01.2017, 16:30 - 21:30
brut 10 € / 8 € / 6 €

Sa. 14.01.2017, 16:30 - 21:30
brut 10 € / 8 € / 6 €

So. 15.01.2017, 15:00 - 20:00
brut 10 € / 8 € / 6 €

brut
Karlsplatz 5, 1010 Wien

Info

Der Großteil der Ausstellung ist barrierefrei begehbar!

März 2017
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