The Inheritance

Reenactment von Arbeiten aus dem imagetanz-Archiv von 1989 bis 2017

The Inheritance

Über 25 Jahre besteht das imagetanz Festival nun in Wien. Für zahlreiche KünstlerInnen, die heute die österreichische Tanzszene prägen, war es eine wichtige erste Station – viele PerformerInnen präsentierten hier ihr allererstes Stück der Öffentlichkeit. Das diesjährige imagetanz Festival wirft nach über 25 Jahren Bestehen mit The Inheritance einen Blick auf die Tanzgeschichte des Festivals und initiiert eine Serie von Reenactments und Auszügen aus vergangenen imagetanz Produktionen. Die gezeigten Performances sind dabei nicht simple Reproduktionen früherer „Originale“, sondern markieren eine starke Differenz, etwas Neues, eine lebendige Weitergabe eines Kunstwerks in einer sich entwickelnden Beziehung zwischen dem Originalmaterial und dem/r neuen KünstlerIn.

Mit Daniel Aschwanden, Alix Eynaudi, Malika Fankha, Matteo Haitzmann, Krõõt Juurak, Christine Gaigg, Philipp Gehmacher, Andrea Gunnlaugsdóttir, Superamas, Anne Juren, Sara Lanner, Simon Mayer, Gerald Straub, Doris Uhlich, Dorothea Zeyringer

, © Andrea Salzmann

Doris Uhlich - und

, © Marianne Weiss

Christine Gaigg - The Time Falling Bodies Take To Light

, © Markus Gradwohl

Philipp Gehmacher

, © Maya Wilsen

Alix Eynaudi - Long Long

, © Daniel Aschwanden

Daniel Aschwanden - Splittertänze

, © Tim Tom

Superamas + Malika Fankha - PISSING EVERYWHERE IS NOT VERY CHANEL

, © Alex Bailey

Krõõt Juurak - Presentation

, © Roland Seidel

Anne Juren - A?

Doris Uhlich mit Dorothea Zeyringer
und noch einmal

Doris Uhlich und Dorothea Zeyringer werfen einen Blick zurück ins Jahr 2007 – in dem Jahr wurde und im damaligen dietheater künstlerhaus im Rahmen von imagetanz uraufgeführt. Das Projekt, in dem neun ältere Menschen und Doris Uhlich auf der Bühne waren, konzentrierte sich auf die Fragilität und die Robustheit des älteren Körpers, eine Archäologie von Körper(ge)schichten fand statt. Ausgehend von den rudimentären Bewegungsmomenten des Gehens, Stehens, Sitzens und Liegens entstand für jede Person ein persönliches Bewegungsmaterial.

2017, zehn Jahre später, leben einige der DarstellerInnen von damals nicht mehr. Es gibt noch ein Video von der Aufführung, und Doris Uhlich erinnert sich gerne an die Arbeit und die Menschen. Im Austausch mit Dorothea Zeyringer ensteht für The Inheritance im Rahmen von imagetanz ein zehnminütiges Vakuum, in dem und wieder zum Leben erweckt wird.

Doris Uhlich studierte„Pädagogik für zeitgenössischen Tanz” am Konservatorium Wien, war von 2002 bis 2009 Spielerin in theatercombinat und entwickelt seit 2006 eigene Projekte. Sie war „bemerkenswerte Nachwuchs-Choreografin“ im Jahrbuch von Balletttanz 2008 und „Tänzerin des Jahres“ in der Zeitschrift tanz 2011 und 2015. 2013 erhielt sie den „outstanding artist award“ in der Kategorie „Darstellende Kunst“ des Bundeskanzleramts Kunst und Kultur. Sie tourt und unterrichtet international, seit Herbst 2015 ist sie Lehrbeauftragte am Max Reinhardt Seminar in Wien. www.dorisuhlich.at

Dorothea Zeyringer studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien und am Hochschulübergreifenden Zentrum für Tanz Berlin. Seit 2012 arbeitet sie mit der Künstlerin Tiina Sööt an der Schnittstelle von bildender Kunst, Tanz und Theater. Die Performances des Duos Sööt/Zeyringer wurden u. a. bei imagetanz, im Sõltumatu Tantsu Lava Tallinn, im Kunstraum Niederösterreich oder im Schauspiel Köln gezeigt. Ihre Produktion lonely lonely, die 2015 beim imagetanz Festival Premiere hatte, wurde vom Bundeskanzleramt und vom Stockholm Fringe Festival ausgezeichnet. https://sootzeyringer.wordpress.com

 

Christine Gaigg mit Simon Mayer
The Time Falling Bodies Take to Light

Christine Gaigg und Simon Mayer beschäftigen sich für The Inheritance mit dem Stück The Time Falling Bodies Take to Light, das 1998 das imagetanz Festival eröffnete. Christine Gaigg – damals „die zur Zeit aggressivste Aufsteigerin im Wiener freien Tanz“ (Helmut Ploebst) – konzipierte für die französischen Tänzer Alban Richard und Cyril Accorsi ein „konzises, spannend sinistres Männerduett“ (Helmut Ploebst), ausgehend von der in der Novelle Barfuß von Michael Kleeberg skizzierten sadomasochistischen Beziehung. Begleitet wurde das Stück von einer dafür in Auftrag gegebenen Komposition von Max Nagl und vom Lichtdesign von Philipp Harnoncourt.

Fast zwanzig Jahre später nehmen die inzwischen international renommierte Künstlerin Christine Gaigg und der international aufstrebende Choreograf und Tänzer Simon Mayer für das Projekt The Inheritance beim imagetanz Festival die Arbeit als Ausgangsmaterial, um zu erproben, wie ein junger Choreograf heute die Themen und Motive des Stücks inhaltlich und formal angehen könnte.

Christine Gaigg ist Choreografin (2nd nature), Regisseurin, Autorin. Nach ihrer Ausbildung an der SNDO Amsterdam war sie zum ersten Mal 1994 bei imagetanz vertreten. Ab 2000 strukturelle Choreografien in Kollaboration mit KomponistInnen, u. a. Max Nagl, mit Bernhard Lang Erforschung einer Loop-Grammatik und Eröffnung des Festivals steirischer herbst 2010 mit Maschinenhalle#1. Ihre jüngsten Arbeiten sind die „Bühnenessays“ DeSacre! Pussy Riot meets Vaclav Nijinsky (2013), Maybe the way you made love twenty years ago is the answer? (2014), untitled (look, look, come closer) (2015) und Clash (2016). www.2ndnature.at

Der Performer, Tänzer, Choreograf und Musiker Simon Mayer studierte an der Wiener Staatsopernballettschule und in den Performing Arts, Research and Training Studios (PARTS) in Brüssel und war Mitglied des Wiener Staatsopernballetts. Als Tänzer, Choreograf und Musiker ist er u. a. in Produktionen von Anne Teresa de Keersmaeker/ROSAS, Wim Vandekeybus und Zita Swoon zu sehen. Mit seinen eigenen Stücken tourt Simon Mayer seit einigen Jahren sehr erfolgreich auch international. www.simonmayer.at

 

Philipp Gehmacher mit Simon Mayer
the mumbling fish

In Philipp Gehmachers Beitrag zu The Inheritance übergibt dieser dem Choreografen, Tänzer und Sänger Simon Mayer ein Stück Erinnerung an seine erste Choreografie the mumbling fish. Zwanzig Jahre danach hinterfragt Philipp Gehmacher gleichzeitig, was ihm 1997 übergeben wurde bzw. was er sich einfach selbst genommen hat. Die Freuden und Lasten eines Erbes spielen ebenso eine Rolle wie die Frage, ob Simon Mayer sein Erbe überhaupt antreten wird, die Lust verspürt, sich um dieses Erbe zu kümmern, oder doch nur hier ist, um Philipp Gehmachers „mid-career f/low“ ein wenig attraktiver zu machen.

Der Choreograf und Tänzer Philipp Gehmacher lebt in Wien und arbeitet lokal und international. Seine Arbeiten ergründen dem Körper eingeschriebene Bewegungen, Aktionen und Sprache. Seit 2011 beschäftigt er sich außer mit choreografischen Arbeiten auch mit Ausstellungen und Videoarbeiten und ist Teil der Klasse „Skulptur und Raum“ der Universität für angewandte Kunst Wien. Mit seinen Performances und skulpturalen Arbeiten ist Philipp Gehmacher international auf Theaterfestivals und in Ausstellungsinstitutionen vertreten. www.philippgehmacher.net

Der Performer, Tänzer, Choreograf und Musiker Simon Mayer studierte an der Wiener Staatsopernballettschule und in den Performing Arts, Research and Training Studios (PARTS) in Brüssel und war Mitglied des Wiener Staatsopernballetts. Als Tänzer, Choreograf und Musiker ist er u. a. in Produktionen von Anne Teresa de Keersmaeker/ROSAS, Wim Vandekeybus und Zita Swoon zu sehen. Mit seinen eigenen Stücken tourt Simon Mayer seit einigen Jahren sehr erfolgreich auch international. www.simonmayer.at

 

Alix Eynaudi mit Andrea Gunnlaugsdóttir
Long Long Revisited

Für The Inheritance arbeitet die Choreografin und Tänzerin Alix Eynaudi mit der Künstlerin Andrea Gunnlaugsdóttir zusammen. Sieben Jahre nachdem Alix Eynaudi und Agata Maszkiewicz das Stück Long Long Short Long Short 2010 beim imagetanz Festival zeigten, unterziehen Alix Eynaudi und die junge Künstlerin Andrea Gunnlaugsdóttir die Performance nun einer Revision.  Long Long Revisited ist ein Blick wie auf einen Urahn und studiert die damalige Performance wie ein außerirdisches Event. Die beiden Künstlerinnen machen sich über das Projekt lustig, sie lernen es zu lieben, verdauen es und spucken eine veränderte gemeinsame zehnminütige Version aus: „a jazzed and smokey piece, that smells like powder and rollers.“

Die Tänzerin und Choreografin Alix Eynaudi lebt und arbeitet in Wien. Sie machte eine Ausbildung zur Balletttänzerin an der Opéra national de Paris und arbeitete in verschiedenen Ballettkompagnien, bevor sie zeitgenössischen Tanz bei PARTS Brüssel studierte und im Anschluss sieben Jahre für Anne Teresa De Keersmaekers Kompagnie ROSAS tanzte. Seit 2005 tourt Alix Eynaudi erfolgreich international mit ihren eigenen Stücken, unterrichtet, kollaboriert und performt mit anderen KünstlerInnen, u. a. Superamas, Kris Verdonck, Anne Juren, Boris Charmatz, Noé Soulier oder Jennifer Lacey. www.alixeynaudi.com

Die Künstlerin Andrea Gunnlaugsdóttir lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Choreografie an der SEAD Salzburg Experimental Academy of Dance und arbeitete als Tänzerin in Doris Uhlichs Stück more than naked und als Tänzerin und künstlerische Assistentin von Michikazu Matsune. 2015 erhielt sie das Startstipendium des Bundeskanzleramts. Bei imagetanz 2016 zeigte sie ein Showing ihrer aktuellen Arbeit Out of my mind. http://cargocollective.com/andreagunnlaugsdottir

 

Daniel Aschwanden mit Gerald Straub
Splittertänze

Wie wird Erinnerung konstruiert? Wie verändert der Blick der Gegenwart das Vergangene?

Performer und Choreograf Daniel Aschwanden und Nachwuchschoreograf Gerald Straub entwickeln dialogisch ein assoziatives Reenactment der Splittertänze, einer frühen Soloperformance Aschwandens aus dem Jahr 1992. Der Ansatz nimmt den Begriff der „Splitter“ aus dem Titel der Performance auf und setzt verschiedene Interpretationen dessen in einen künstlerischen Tanzkontext. Dabei handelt es sich um jegliche Form von Splittern: Gedankensplitter, dokumentarische Splitter und Erinnerungssplitter von ZuseherInnen und Mitwirkenden werden um gegenwärtige Interpretationen und Sichtweisen des Begriffs ergänzt.

Auf einer durch das Projekt The Inheritance neu hinzugefügten Ebene dienen die ursprüngliche Performance – und die damit zusammenhängenden Erinnerungen, Anekdoten und Ereignisse – als Fundus, um aus der „erzählten Geschichte“ eine neue Geschichte (weiter-)zuerzählen.

Der Schweizer Performer und Choreograf Daniel Aschwanden lebt und arbeitet in Wien. Seine Arbeit findet immer dort statt, wo Kunst auf Soziales trifft, bei performativen Interventionen im urbanen Kontext und hybriden Formaten im öffentlichen Raum in Europa, Asien und Afrika. www.art-urban.org

Gerald Straub ist Künstler, Kurator und angewandter Kulturtheoretiker mit Fokus auf performativer Raumproduktion und lebt und arbeitet in Wien. Seine Arbeiten verbinden unterschiedliche Geografien mit (denk-)raumspezifischem Verhalten. Dabei dienen vor allem performative Interventionen als Arbeitsmethode für die Erforschung von in/formeller Wissensproduktion. www.geraldstraub.wordpress.com

 

Superamas mit Malika Fankha
PISSING EVERYWHERE IS NOT VERY CHANEL

Trotz der immer größer werdenden Offenheit und Diversität in der Gesellschaft scheinen sich gängige Begrifflichkeiten von Geschlechterrollen und -stereotypen nur mühsam aufbrechen zu lassen: Der weiße, heterosexuelle Mann der Mittelschicht regiert noch immer die Welt, und die maskuline Form ist in den meisten Sprachen und Köpfen standardisierte Norm. Selbst in LGBT-Kreisen ist es weitverbreitet, sich Klischees und konstruierter, altbewährter Vorbilder zu bedienen, um sich im farbenfrohen Feld des nonkonformistischen Individualismus sichtbar zu positionieren.

Basierend auf der Superamas-Show Superamas Local aus dem Jahr 1999 stellt sich die Performerin Malika Fankha der Herausforderung, ein Stück – entworfen von einem Mann und somit auch geprägt von dessen Gedanken und Gefühlen – neu zu interpretieren. Bewusst ignoriert sie dabei vordefinierte Klischees und Ideen, transformiert und verzerrt diese und erweitert somit den Identitätsradius des Stücks um eine neue Ebene. So entfaltet sich die Performance rund um eine autofiktive Figur, deren treibende Kraft das Oszillieren zwischen persönlichen Erfahrungen, metaphysischen Theorien und maßgeschneiderten Utopien des täglichen Lebens zu sein scheint.

Malika Fankha studierte Schauspiel in Zürich sowie zeitgenössischen Tanz am SEAD Salzburg und an der New York University und arbeitet als Choreografin, Performerin und DJ. In ihren Arbeiten thematisiert sie die utopischen Charakterzüge der Pop- und Medienkultur unter Verwendung verschiedenster Genres wie Rap, Sound-Poetry und Stand-up-Comedy. Das immer wiederkehrende Thema der Identität manifestiert sich als komplexes, variables Konstrukt, das sich aus persönlichen Erinnerungen, gemachten Dystopien und Utopien und versatzstückartigen Kommentaren über zeitgenössischen Lifestyle zusammensetzt. www.malikafankha.com

Das Performancekollektiv Superamas ist in Österreich, Frankreich und Belgien zu Hause und erarbeitet seit 1999 Tanz- und Theaterproduktionen, die mit großem Erfolg durch ganz Europa touren. Neben den darstellenden Künsten arbeitet Superamas auch an der Schnittstelle zu visueller Kunst und Film und publiziert immer wieder Bücher. Seit 2016 unterstützt Superamas mit dem Programm Huggy Bears in Wien ansässige junge KünstlerInnen. www.superamas.com

 

Krõõt Juurak
Presentation

„To look back but with a forward looking face. I have 10 hours of performances and 10 minutes to share them with you, like a man who tells you his life story in a bar, flipping through a binder with plastic sheets and photos where he shook hands with the president. I’m thinking it could be nice to also slip in some new work, but of course all of it will be new.“ Krõõt Juurak

Presentation ist ein live aufgeführtes Portfolio aus vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Arbeiten von Krõõt Juurak. Die Performance war zum ersten Mal beim imagetanz Festival 2012 zu sehen. Für The Inheritance wird Krõõt Juurak Presentation erneut auf die Bühne bringen: In der erweiterten Version 2017 berücksichtigt sie die zusätzlichen Jahre an künstlerischer Erfahrung, die sie seither gemacht hat. Ehrlich, humorvoll und eng mit ihrer eigenen Geschichte als Künstlerin verknüpft, ist Krõõt Juuraks Solo eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit der Frage, was es bedeutet, etwas zu kreieren.

Krõõt Juurak ist Choreografin und Performerin. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit performativer Realität wie beispielsweise dem Verwischen von Arbeitszeit und Freizeit, Produktion und Konsum, Zufall und Absicht. Diese Dinge führen direkt zu ihren Arbeiten, die sie dann in Form von Performances, Präsentationen, Installationen, Texten und Workshops zeigt. Sie studierte an der ArtEz Arnheim Choreografie und am Sandberg Institut Amsterdam bildende Kunst. Seit 2002 entwickelt sie eigene Arbeiten. Im brut war sie zuletzt gemeinsam mit Alex Bailey zu Gast, wo sie Performances für kunstaffine Hunde und Katzen zeigte. www.kr66t.wordpress.com

Konzept, Recherche, Performance: Krõõt Juurak

 

Anne Juren mit Sara Lanner
Question A?

Wie wird Erinnerung konstruiert? Wie verändert der Blick der Gegenwart das Vergangene?

2003 präsentierte Anne Juren beim imagetanz Festival die Soloperformance A?. Für The Inheritance wird die Performerin und Tänzerin ihr erstes Tanzstück von damals wieder aufnehmen und zu ihren aktuellen choreografischen Arbeiten in Beziehung setzen. Dafür tritt Juren in direkten Dialog mit der Tänzerin und Choreografin Sara Lanner. Gemeinsam suchen die beiden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Arbeiten aus der Vergangenheit vor 14 Jahren und der Gegenwart.

„The A question, coming up as soon as one sees dance is very simple: What do you see? It might not be that simple to answer, the question being verbal and dance, not. Dance nevertheless certainly is a language, an expression, articulating itself through differentiation and interpretation, developing a net of convention that make it recognizable, intelligible. Anne Juren proposes a dance performance as the presentation of a body articulated via numerous degrees of interpretation. The reduction of movement makes visible subtle differences which might often be overlooked, as a seed to finer reading of movement of complexity. A? reduces dance to a body performing movements in front of an audience and then re-open it to the sum of ways to do so.“ A?, 2003

Die Choreografin und Tänzerin Anne Juren wurde in Grenoble geboren und lebt und arbeitet in Wien. 2003 gründete sie gemeinsam mit dem bildenden Künstler Roland Rauschmeier den Verein Wiener Tanz- und Kunstbewegung. Ihre Arbeiten wurden zahlreich international präsentiert. In ihren Arbeiten versucht sie stets, den Begriff der Choreografie zu erweitern, indem sie ihren Körper oder den Körper anderer in verschiedene physische, mentale und kinästhetische Zustände bringt und so die Grenze zwischen Privatem und Öffentlichem verschiebt und hinterfragt. Seit 2013 ist Anne Juren Lehrende bei Feldenkrais®. Momentan ist sie Mitglied im Auswahlkomitee für den Choreografie-Master an der University of Dance and Circus (DOCH, Stockholm) und promoviert an der Kunstuni Stockholm (UNIARTS). www.wtkb.org

Sara Lanner ist freischaffende Choreografin und Tänzerin/Performerin in den Bereichen Tanz und bildende Kunst. Sie studierte zeitgenössischen Tanz und Tanzpädagogik (IDA Linz). Derzeit absolviert sie ein Studium der performativen Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. Lanner arbeitete als Tänzerin und Performerin u. a. mit Michikazu Matsune, LUX FLUX & Saira Blanche Theater und Anne Juren. Ihre aktuelle Soloperformance A Living Example entwickelte sie während Residencies beim ImPulsTanz Festival und am Tanzquartier Wien 2016 (in Kooperation mit Huggy Bears/Superamas) sowie 2015 während der Wild Card/LLB Residency in den Uferstudios Berlin im Rahmen der Tanztage Berlin, Ausschnitte zeigte sie bei imagetanz 2015, brut Wien. Premiere im Dezember 2016 bei WUK Performing Arts Wien. www.saralanner.com

April 2017
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